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WENN EINZELKÄMPFER ZU
TEAMPLAYERN WERDEN

Das Final Four im Golfclub München-Riedhof:
Geschäftsführer Kariem Baraka über Aufwand, Logistik & Emotionen

Das Final Four, es verspricht auch dieses Jahr wieder Spannung bis zum letzten Putt – sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Zum dritten Mal in Folge macht das vielleicht wichtigste Amateurturnier Deutschlands Station im Golfclub München-Riedhof. „Macher“ vor Ort bei dieser DGV-Veranstaltung ist Kariem Baraka. Der ehemalige Tourspieler ist nicht nur Geschäftsführer des Golfclubs München-Riedhof, sondern seit 2021 auch Präsident der PGA of Germany. Das alles hat sich der 47-jährige hart erarbeitet. Dass sein Onkel niemand Geringerer ist als Bernhard Langer, dafür kann er nichts; das wurde ihm in die Wiege gelegt. Golf Faszination & Lifestyle hat sich vor dem Final Four-Turnier mit dem Golf-Tausendsassa Kariem Baraka unterhalten:

Der Golfclub München-Riedhof ist dieses Jahr bereits zum dritten Mal Austragungsort des Final Four Turniers, dem vielleicht bedeutendstem Golfevent für Amateure in Deutschland. Erfüllt Sie das als Verantwortlicher des austragenden Golfclubs mit Stolz? Warum passen der Riedhof und das Final Four so gut zusammen?
Kariem Baraka: Selbstverständlich sind wir stolz darauf, das Final Four dieses Jahr bereits zum dritten Mal austragen zu dürfen. Die große Herausforderung beim Golf ist es ja, die Emotionen, die bei einem Event entstehen, sichtbar und spürbar zu machen und sie zu transportieren. Dafür eignet sich das Final Four als Team-Event ausgezeichnet. Auch der Riedhof geht in puncto Offenheit und Sportlichkeit seit einigen Jahren neue Wege. Um dies zu zeigen, eignet sich die Austragung des Final Fours hervorragend.

Mit den Erfahrungen aus den ersten beiden Jahren: Wie gehen Sie die dritte Ausgabe Anfang August an? Bleibt alles beim – bewährten – Alten? Oder wird es  Veränderungen, Anpassungen oder Neuerungen geben?
Wir haben im letzten Jahr bereits einige Anpassungen, insbesondere bei der Infrastruktur, vorgenommen. So wurden das Parkplatz- und Cateringkonzept in Teilen angepasst. Auch in Sachen Kommunikation des Events haben wir von Jahr zu Jahr Änderungen vorgenommen, um so viele Menschen wie möglich in der Region zu erreichen und an den Riedhof zu „locken“. Den Golfplatz wollen wir natürlich immer in Bestform präsentieren, hier wird es kaum Änderungen geben. Im Großen und Ganzen stehen für dieses Jahr nur Kleinigkeiten an, um die Abläufe zu optimieren.

Wie groß ist das Team, das an der Organisation und Abwicklung des Final Fours beteiligt ist?
Mit dem Deutschen Golfverband, der Deutschen Golf Sport GmbH und unserem Team sind drei Parteien in die Organisation involviert. Hinzu kommen in diesem Jahr 104 freiwillige Helfer, die teilweise aus ganz Deutschland anreisen, um mitzuhelfen. Gerade diesen Menschen sind wir besonders dankbar. Denn ohne deren Unterstützung wäre es undenkbar, das Final Four in dieser Form auszurichten. Zusätzlich gibt es noch weitere Firmen, die sich um die TV-Übertragung und die Infrastruktur kümmern. Insgesamt sind es mehr als 150 Personen, die am Final Four mitwirken.

Was ist das Besondere des Final Four Turniers? Welche Rolle spielt dabei der Austragungsmodus Matchplay?
Team-Events im Golfsport sind selten. Man kennt dies vom Ryder Cup und dem Solheim Cup. Darüber hinaus sind die Spielerinnen und Spieler jede Woche als Einzelkämpfer unterwegs. Wenn sie dann mal die Möglichkeit haben, als Team für den eigenen Club im Finale der deutschen Meisterschaft zu stehen, merkt man, dass das etwas ganz Besonderes ist. Die Dynamik, die Stimmung und die Emotionen erreichen bei allen Beteiligten ein anderes Level. Und das spürt jeder, der beim Final Four dabei ist – auch der Zuschauer. Das Matchplay-Format macht es noch etwas spezieller, da man den Platz und sein Spiel taktisch ganz anders angehen kann als im klassischen Zählspiel. Man hat in dem Match nur einen Gegner und will die Löcher beziehungsweise das Match unabhängig vom Score gewinnen. Da ist man eben auch darauf angewiesen, wie der Gegner an diesem Tag spielt, welche Taktik er wählt, und man ist gerne etwas offensiver als im Zählspiel.

Sie dürfen Werbung für „Ihr“ Turnier machen: Warum sollte jeder, der eine gewisse Verbindung zum Golfsport hat, unbedingt Anfang August an den Riedhof kommen?
Weil man nur einmal im Jahr die Möglichkeit hat, Golf in dieser Form in Deutschland zu sehen. Abgesehen davon, dass die besten Spielerinnen und Spieler Deutschlands da sein werden und man sehr gutes Golf sieht, wird man schnell merken, dass dieses Wochenende für alle Beteiligten etwas Besonderes ist. Wer also gutes Golf gepaart mit maximalen Emotionen sehen will, muss sich dieses Wochenende freihalten.

Und jetzt haben Sie noch einen Wunsch frei für den 1. und 2. August. Welcher wäre das?
Nachdem wir die letzten beiden Jahre mehr als Pech mit dem Wetter hatten, wünsche ich mir tatsächlich „nur“ trockenes Wetter und Sonnenschein. Das würde uns die Platzvorbereitung und die Logistik deutlich erleichtern und auch für eine noch bessere Stimmung und ein noch besseres Ambiente sorgen.

Erlauben Sie uns zum Schluss eine persönliche Frage: Was macht Ihr eigener Golfschwung? Wie oft kommen Sie noch dazu, selbst aktiv über den wunderbaren Riedhof zu laufen?
Tatsächlich komme ich kaum noch zum Golfen. Vielleicht zehnmal im Jahr und das auch selten am Riedhof. Trotzdem genieße ich natürlich die Anlage, weil ich weiß, dass wir mit dem Riedhof einen ganz besonderen Golfplatz haben.

Das Interview führte: Herbert Steffe

SAVE THE DATE
Am 1. und 2. August 2026 findet im GC München-Riedhof südlich von München zum dritten Mal das Final Four der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf statt. Im Matchplay-Modus treten die jeweils vier besten Frauen- und Männerteams um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters an. Die Halbfinals werden am Samstag ausgetragen, die Finalpartien um Gold, Silber und Bronze am Sonntag. Unter den Teilnehmenden werden zahlreiche Nationalspielerinnen und Nationalspieler sowie der ein oder andere Profi erwartet.

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