© Sascha Feuster

SIEG FÜR KOTA KANEKO

PREMIERE BEI DER AUSTRIAN ALPINE OPEN PRESENTED BY KITZBÜHEL – TIROL

Bei der erstmaligen Austragung der Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol gab es mit Kota Kaneko einen Premierensieger auf der DP World Tour! Der 23-jährige Japaner gewann bei sehr konstantem Spiel mit einer 67er-Schlussrunde (-3) und einem Gesamtscore von 262 Schlägen (-18) das mit 2,75 Millionen Dollar dotierte Turnier. Für den bisher größten Erfolg seiner Karriere wurde Kaneko mit einem Siegerscheck in Höhe von 467.500 Dollar belohnt.
Vom 25. bis 31. Mai bot der renommierte Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee- Reith eine Bühne für die internationale Golfwelt. Knapp 32.000 begeisterte Fans verwandelten Kitzbühel in einen Golf-Hexenkessel.
Nach Runde 3 lagen Sepp Straka und Maximilian Steinlechner mit 201 Schlägen (-9) gleichauf und bestritten die Finalrunde im selben Flight. Am Sonntag führten zwischenzeitlich Bernd Wiesberger und Maximilian Steinlechner das Leaderboard an, am Ende wurde Wiesberger als geteilter Vierter bester Österreicher bei den Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol. „Auch wenn es nicht ganz gereicht hat, war es eine Super-Woche und ein Super-Turnier“, resümierte Wiesberger, der sich im „Race to Dubai“ auf Position zwölf verbesserte. Auch Sepp Straka zeigte eine starke Leistung und gute Nerven. Er landete mit 12 unter Par auf Platz zwölf.

Donnerstag: Überraschender Auftakt
Das erste Gänsehaut-Feeling der Auftaktrunde kam um 7.50 Uhr beim ersten Abschlag von Sepp Straka auf. Die Zuschauermenge am zehnten Tee zeigte, dass Österreichs Golf-Topstar nach acht Jahren ohne Heimatturnier im Fokus steht. Mit 67 (-3) Zählern sicherte sich Straka schließlich Platz 25. Bernd Wiesberger, Sieger der diesjährigen China Open, reihte sich mit 66 Schlägen (-4) auf Zwischenrang 17 ein. Als zweitbester Österreicher lag er einen Schlag hinter Lokalmatador Maximilian Steinlechner, der mit einer 65er-Runde (-5) Neunter wurde.
Die Alleinführung an Tag 1 sicherte sich mit 62 (-8) der 18-jährige Chinese Zhou Yanhan mit einer überragenden Leistung und einem 32 Fuß langen Eagle-Putt am Schlussloch. Nur einem Schlag zurück lag der Portugiese Ricardo Gouveia (63/-7). Der Coup des Tages gelang dem Brasilianer Frederico Biondi Figueiredo mit einem Hole-in-One auf Bahn 7.

Freitag: Perfekte Stimmung in Kitzbühel
Sepp Straka brachte sich am Freitag nach zwei Birdie-Putts und zwei Par-Saves auf den letzten Löchern mit seiner 66er-Runde (-4) ebenso gut in Position wie Maximilian Steinlechner (68/-2). Vor 7.400 Golffans und Postkartenwetter gingen Straka und Steinlechner mit 133 Schlägen (-7) nach zwei Tagen als geteilte Elfte in die Preisgeldvergabe. Steinlechner war mit vier Birdies auf den ersten neun Löchern fulminant gestartet. Als dritter Österreicher rangierte der Burgenländer Bernd Wiesberger (69/-1) mit dem Gesamtscore von 135 Schlägen (-5) auf Platz 30.
Halbzeit-Führender war der Engländer Andrew Johnston, der sich mit einer überragenden 62er-Runde (-8) und dem Gesamtscore von 129 Schlägen (-11) an die Spitze des Leaderboards katapultierte. Mit einem Schlag Rückstand teilte sich das Trio Kota Kaneko (JPN), Rafa Cabrera Bello (ESP) und Calum Hill (SCO) Rang zwei. Von den fünf Deutschen bei den Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol schaffte nur Marcel Schneider den Cut (T5).

„Es war gestern schon eine wahnsinnig gute Stimmung, und heute war es eigentlich unfassbar. Es waren so viele Fans da draußen, noch viel mehr als gestern. Die Atmosphäre war so gut, dass ich mir wünschen würde, dass am Wochenende noch mehr Leute kommen.“ – Sepp Straka
Samstag: Wiesberger verfolgt Kaneko
Bernd Wiesberger hatte sich am Moving Day der Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol von den drei Österreichern die beste Ausgangsposition für den Finaltag geschaffen. Der Burgenländer spielte mit 64 Schlägen (-6) seine bislang beste Runde beim Heimturnier am Golfplatz Kitzbühel- Schwarzsee-Reith und ging mit dem Gesamtscore von 11 unter Par als geteilter Fünfter in die Entscheidung. Wiesbergers Rückstand auf den führenden Japaner Kota Kaneko (195/-15) betrug vier Schläge. Sepp Straka und Maximilian Steinlechner, die am Samstag je eine 68 (-2) ins Clubhaus brachten, lagen als geteilte 16. mit dem Total von 201 (-9) zwei weitere Schläge zurück. Straka und Steinlechner starteten am Sonntagmorgen zur Freude der Zuschauer die Finalrunde im selben Flight.

„Ich habe gestern einen guten Reset gemacht und nach der Runde am Nachmittag noch ein wenig geputtet. Danach bin ich noch am Schwarzsee gewesen und habe einfach nur relaxed. Damit ist mir mental ein guter Cut gelungen, denn heute habe ich ein ganz anderes Gefühl am Platz gehabt und war um einiges entspannter. “ – Bernd Wiesberger

Sonntag: Hochspannendes Finale
„Ich hätte nie gedacht, dass ich gewinnen würde, und ich bin immer noch total überrascht“, sagte Kota Kaneko, der am Putter überzeugte und auf der Schlussbahn vom hohen Rough profitierte. Wegen eines Gewitters musste Bernd Wiesberger auf der 17. Bahn sein Spiel pausieren. Danach geriet die Annäherung zu kurz – ein Schlag aus dem hohen Gras und zwei Putts bedeuteten das Bogey, mit dem die Siegchance des Burgenländers dahin war. Mit einer 66 (-4) und dem Total von 265 (-15) wurde es für Wiesberger am Ende Platz vier: „Wenn man auf dem 15. und 16. Loch noch knapp daran kratzt, ganz vorne dabei zu sein, war es jetzt nicht das Finish, das man sich erhofft“, sagte der 40-Jährige. Platz zwei teilten sich Davis Bryant (USA) und Ricardo Gouveia (POR).
Sepp Straka spielte am Sonntag fünf Birdies bei zwei Bogeys, die resultierende 67 (-3) ergab gesamt 12 unter Par und Platz zwölf. Der einzige Deutsche im Cut, Marcel Schneider, kam mit 11 unter Par auf T17.
© Jan Hetfleisch
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