© Der Lärchenhof
DER TIGER WOODS VOM LÄRCHENHOF
von Herbert Steffe
Wie ich, Herbert Steffe, Handicap 15,8, den Golf Mid-Amateur-Europameister
Christoph Kogl sensationell besiegte – und warum dabei nicht alles mit rechten
Dingen zuging. Achtung! Satire!
Es gibt Tage im Leben eines Golfjournalisten, die vergisst man nie. Der Tag, an dem ich den „Tiger Woods von Tirol“ im Matchplay besiegte, gehört definitiv dazu. Zugegeben: Der Titel klingt reißerisch. Aber was soll ich machen? Fakten sind Fakten. Endstand: 4 und 3 für Herbert Steffe gegen Christoph Kogl, Handicap minus 5, amtierender Mid-Amateur-Europameister und Aushängeschild des Golfclubs Lärchenhof.
Wir trafen uns auf der gemütlichen Terrasse des Clubs. Draußen präsentierten sich die Kitzbüheler Alpen, trotz einigen dunklen Wolken, wie aus dem Bilderbuch. Drinnen saß Christoph Kogl entspannt bei einem Kaffee und grinste bereits leicht ahnungsvoll, als ich die Idee eines kleinen Matchplays in den Raum stellte. „Sehr gerne“, sagte der Champion freundlich und stimmte ein.
Ich mache es kurz: Das Matchplay über 9 Löcher war früh beendet, nämlich bereits nach Bahn 6. Vier Löcher vorne und nur noch drei zu spielen. Nicht mehr einholbar also. Oder 4 auf 3, wie es in der Fachsprache heißt. Das Match war gewonnen! Prompt öffnete der Himmel sämtliche Schleusen. Der Regen prasselte nieder, als hätte selbst Petrus beschlossen, dieses historische Ergebnis gebührend zu dramatisieren. Die letzten drei Löcher mussten nicht mehr gespielt werden. Wir beide waren froh darüber. Ich, der strahlende Sieger und Christoph, der die Niederlage mit jener sympathischen Gelassenheit hinnahm, die große Sportler eben auszeichnet.
DER JUNGE VON BAHN 11
Ich hatte vor, während und nach der Runde viel Zeit, mich mit Christoph zu unterhalten und bemerkte sofort: Hinter dem humorvollen, bodenständigen Tiroler steckt eine außergewöhnliche Golfgeschichte.
Christoph Kogl kam bereits mit sechs Jahren zum Golf. Kein Wunder – schließlich ist er praktisch auf dem Golfplatz aufgewachsen. Sein Elternhaus stand direkt an Bahn 11 des GC Kaiserwinkl-Kössen. Sein Talent wurde früh erkannt. Er spielte und gewann erste Jugendturniere. Dann folgten nationale Erfolge. Schnell war klar: Hier entwickelt sich kein gewöhnlicher Clubgolfer, sondern einer, der es weit nach oben schaffen konnte.
Mit 18 Jahren stand sogar der Sprung ins Profilager im Raum. Die enorm hohen Einstiegskosten machten dieser Idee aber einen Strich durch die Rechnung. „Danach bin ich golftechnisch in ein kleines Loch gefallen“, sagt Kogl heute offen. Viele hätten an diesem Punkt aufgegeben. Nicht Christoph Kogl. Mit 30 Jahren – inzwischen in der Mid-Amateur-Kategorie angekommen – griff er noch einmal richtig an. Und wie! Ehrgeizig. Diszipliniert. Voll fokussiert. 2025 qualifizierte er sich schließlich für die Mid-Amateur-Europameisterschaft in Portugal. Dort reiste er mit viel Selbstvertrauen an. Ein Platz unter den Top Ten schien realistisch. Dass er am Ende tatsächlich Europameister wurde, überraschte ihn selbst.
„Das war eine absolute Sensation“, sagt er und lächelt noch immer ein wenig ungläubig.
Zurück in der Heimat wurde er natürlich gefeiert und wird seitdem von allen nur der „Tiger Woods von Tirol“ genannt. Ein Star, aber völlig ohne Allüren. Wer Christoph Kogl erlebt, versteht schnell, warum er im Golf & Countryclub Lärchenhof so beliebt ist. Er spielt seit vielen Jahren in der Mannschaft des Clubs, ist sportlich die Gallionsfigur – und gleichzeitig vollkommen unkompliziert geblieben. Toll!
DER STOLZE PAPA
Aber auch ohne den Golfsport ist Christoph ein ebenso sympathischer, wie außergewöhnlicher Typ. So passt es auch wunderbar ins Bild, dass er und seine Michaela nicht in Tirol, sondern in Las Vegas geheiratet haben. Direkt im Anschluss an die US Amateur Meisterschaft in Arizona, bei der er als einer von nur zwei Nichtamerikanern teilnehmen durfte. Dass er seine inzwischen dreieinhalbjährige Tochter Helena über alles liebt, wird sofort klar, wenn er mit leuchtenden Augen von ihr spricht. Erst vor kurzem nahm er sie erstmals mit auf den Golfplatz. Stolz erzählt er, wie begeistert die Kleine war, wenn sie den Ball traf und dieser ein paar Meter nach vorne kullerte. „Vielleicht hat sie ja mein Talent geerbt“, sagt er lachend.
Es gibt Tage im Leben eines Golfjournalisten, die vergisst man nie. Der Tag, an dem ich den „Tiger Woods von Tirol“ im Matchplay besiegte, gehört definitiv dazu. Zugegeben: Der Titel klingt reißerisch. Aber was soll ich machen? Fakten sind Fakten. Endstand: 4 und 3 für Herbert Steffe gegen Christoph Kogl, Handicap minus 5, amtierender Mid-Amateur-Europameister und Aushängeschild des Golfclubs Lärchenhof.
Wir trafen uns auf der gemütlichen Terrasse des Clubs. Draußen präsentierten sich die Kitzbüheler Alpen, trotz einigen dunklen Wolken, wie aus dem Bilderbuch. Drinnen saß Christoph Kogl entspannt bei einem Kaffee und grinste bereits leicht ahnungsvoll, als ich die Idee eines kleinen Matchplays in den Raum stellte. „Sehr gerne“, sagte der Champion freundlich und stimmte ein.
Ich mache es kurz: Das Matchplay über 9 Löcher war früh beendet, nämlich bereits nach Bahn 6. Vier Löcher vorne und nur noch drei zu spielen. Nicht mehr einholbar also. Oder 4 auf 3, wie es in der Fachsprache heißt. Das Match war gewonnen! Prompt öffnete der Himmel sämtliche Schleusen. Der Regen prasselte nieder, als hätte selbst Petrus beschlossen, dieses historische Ergebnis gebührend zu dramatisieren. Die letzten drei Löcher mussten nicht mehr gespielt werden. Wir beide waren froh darüber. Ich, der strahlende Sieger und Christoph, der die Niederlage mit jener sympathischen Gelassenheit hinnahm, die große Sportler eben auszeichnet.
DER JUNGE VON BAHN 11
Ich hatte vor, während und nach der Runde viel Zeit, mich mit Christoph zu unterhalten und bemerkte sofort: Hinter dem humorvollen, bodenständigen Tiroler steckt eine außergewöhnliche Golfgeschichte.
Christoph Kogl kam bereits mit sechs Jahren zum Golf. Kein Wunder – schließlich ist er praktisch auf dem Golfplatz aufgewachsen. Sein Elternhaus stand direkt an Bahn 11 des GC Kaiserwinkl-Kössen. Sein Talent wurde früh erkannt. Er spielte und gewann erste Jugendturniere. Dann folgten nationale Erfolge. Schnell war klar: Hier entwickelt sich kein gewöhnlicher Clubgolfer, sondern einer, der es weit nach oben schaffen konnte.
Mit 18 Jahren stand sogar der Sprung ins Profilager im Raum. Die enorm hohen Einstiegskosten machten dieser Idee aber einen Strich durch die Rechnung. „Danach bin ich golftechnisch in ein kleines Loch gefallen“, sagt Kogl heute offen. Viele hätten an diesem Punkt aufgegeben. Nicht Christoph Kogl. Mit 30 Jahren – inzwischen in der Mid-Amateur-Kategorie angekommen – griff er noch einmal richtig an. Und wie! Ehrgeizig. Diszipliniert. Voll fokussiert. 2025 qualifizierte er sich schließlich für die Mid-Amateur-Europameisterschaft in Portugal. Dort reiste er mit viel Selbstvertrauen an. Ein Platz unter den Top Ten schien realistisch. Dass er am Ende tatsächlich Europameister wurde, überraschte ihn selbst.
„Das war eine absolute Sensation“, sagt er und lächelt noch immer ein wenig ungläubig.
Zurück in der Heimat wurde er natürlich gefeiert und wird seitdem von allen nur der „Tiger Woods von Tirol“ genannt. Ein Star, aber völlig ohne Allüren. Wer Christoph Kogl erlebt, versteht schnell, warum er im Golf & Countryclub Lärchenhof so beliebt ist. Er spielt seit vielen Jahren in der Mannschaft des Clubs, ist sportlich die Gallionsfigur – und gleichzeitig vollkommen unkompliziert geblieben. Toll!
DER STOLZE PAPA
Aber auch ohne den Golfsport ist Christoph ein ebenso sympathischer, wie außergewöhnlicher Typ. So passt es auch wunderbar ins Bild, dass er und seine Michaela nicht in Tirol, sondern in Las Vegas geheiratet haben. Direkt im Anschluss an die US Amateur Meisterschaft in Arizona, bei der er als einer von nur zwei Nichtamerikanern teilnehmen durfte. Dass er seine inzwischen dreieinhalbjährige Tochter Helena über alles liebt, wird sofort klar, wenn er mit leuchtenden Augen von ihr spricht. Erst vor kurzem nahm er sie erstmals mit auf den Golfplatz. Stolz erzählt er, wie begeistert die Kleine war, wenn sie den Ball traf und dieser ein paar Meter nach vorne kullerte. „Vielleicht hat sie ja mein Talent geerbt“, sagt er lachend.
DER LÄRCHENHOF – EIN
TIROLER ERFOLGSMODELL
Nach meinem historischen Matchplay- Sieg – der meiner Meinung nach sportlich sogar höher einzustufen ist als ein EM-Titel – wartete schließlich die eigentliche Belohnung: ein sensationelles Abendessen im Hotel „Der Lärchenhof“. Gesponsert wurde dieses stilecht vom Hotelchef Martin Unterrainer persönlich, der sich später zu uns setzte und die beeindruckende Geschichte des Hauses erzählte.
1968 begann alles mit gerade einmal 20 Betten. Heute ist der Lärchenhof ein luxuriöses Fünf-Sterne-Hotel mit rund 280 Komfortbetten – und eine Institution in den Kitzbüheler Alpen. Sport spielte dabei von Anfang an eine zentrale Rolle. Unterrainer errichtete sogar selbst einen Skilift. Danach folgten immer mehr Tennisplätze, 1992 sogar eine Indoor-Tennishalle. Beachvolleyballplätze und zahlreiche weitere Sportangebote folgten. Der vielleicht wichtigste Coup gelang jedoch mit dem Bau des nur 500 Meter vom Hotel entfernten 9-Loch-Platzes des Golf & Countryclubs Lärchenhof, der 1997 eröffnet wurde. Mit der Übernahme des nahe gelegenen 18-Lochplatzes Kaiserwinkl-Kössen im Jahr 2019 wurde das Golfangebot nochmals erweitert und deutlich aufgewertet.
Heute bildet der Golfsport – gerade in den Sommermonaten – einen der wichtigsten Bausteine des Gesamtkonzepts „Der Lärchenhof“. Über 150 Mitarbeiter kümmern sich darum, dass sich Gäste aus aller Welt wohlfühlen. Viele davon sind Stammgäste, die mehrmals jährlich zurückkehren. Und nach nur einem Tag in dieser besonderen Anlage versteht man auch, warum das so ist. Als ich am nächsten Morgen den Lärchenhof verließ, hatte der Regen aufgehört. Über den Bergen zeigte sich die Sonne. Christoph Kogl war längst wieder in der Arbeit, Martin Unterrainer kümmerte sich bereits liebevoll um seine Hotelgäste.
Und ich? Ich nahm still lächelnd meinen größten Triumph mit nach Hause: Den vielleicht einzigen offiziell nie anerkannten Matchplay-Sieg eines 15,8-Handicappers gegen einen Europameister.
PS: Jedes Wort und jeder Gedanke in diesem Artikel über Christoph Kogl, Martin Unterrainer und über die Anlage „Der Lärchenhof“ entspricht zu 100 Prozent dem Erlebten des Autors. Die sportliche Berichterstattung und Einschätzung des Matchplays dagegen? Ok, vielleicht hätte ich noch erwähnen sollen, dass ich an jedem Loch zwei Schläge „vor“ hatte. Und an jeder Bahn einen Mulligan! Aber was soll‘s! Gewonnen ist gewonnen! Oder?
Nach meinem historischen Matchplay- Sieg – der meiner Meinung nach sportlich sogar höher einzustufen ist als ein EM-Titel – wartete schließlich die eigentliche Belohnung: ein sensationelles Abendessen im Hotel „Der Lärchenhof“. Gesponsert wurde dieses stilecht vom Hotelchef Martin Unterrainer persönlich, der sich später zu uns setzte und die beeindruckende Geschichte des Hauses erzählte.
1968 begann alles mit gerade einmal 20 Betten. Heute ist der Lärchenhof ein luxuriöses Fünf-Sterne-Hotel mit rund 280 Komfortbetten – und eine Institution in den Kitzbüheler Alpen. Sport spielte dabei von Anfang an eine zentrale Rolle. Unterrainer errichtete sogar selbst einen Skilift. Danach folgten immer mehr Tennisplätze, 1992 sogar eine Indoor-Tennishalle. Beachvolleyballplätze und zahlreiche weitere Sportangebote folgten. Der vielleicht wichtigste Coup gelang jedoch mit dem Bau des nur 500 Meter vom Hotel entfernten 9-Loch-Platzes des Golf & Countryclubs Lärchenhof, der 1997 eröffnet wurde. Mit der Übernahme des nahe gelegenen 18-Lochplatzes Kaiserwinkl-Kössen im Jahr 2019 wurde das Golfangebot nochmals erweitert und deutlich aufgewertet.
Heute bildet der Golfsport – gerade in den Sommermonaten – einen der wichtigsten Bausteine des Gesamtkonzepts „Der Lärchenhof“. Über 150 Mitarbeiter kümmern sich darum, dass sich Gäste aus aller Welt wohlfühlen. Viele davon sind Stammgäste, die mehrmals jährlich zurückkehren. Und nach nur einem Tag in dieser besonderen Anlage versteht man auch, warum das so ist. Als ich am nächsten Morgen den Lärchenhof verließ, hatte der Regen aufgehört. Über den Bergen zeigte sich die Sonne. Christoph Kogl war längst wieder in der Arbeit, Martin Unterrainer kümmerte sich bereits liebevoll um seine Hotelgäste.
Und ich? Ich nahm still lächelnd meinen größten Triumph mit nach Hause: Den vielleicht einzigen offiziell nie anerkannten Matchplay-Sieg eines 15,8-Handicappers gegen einen Europameister.
PS: Jedes Wort und jeder Gedanke in diesem Artikel über Christoph Kogl, Martin Unterrainer und über die Anlage „Der Lärchenhof“ entspricht zu 100 Prozent dem Erlebten des Autors. Die sportliche Berichterstattung und Einschätzung des Matchplays dagegen? Ok, vielleicht hätte ich noch erwähnen sollen, dass ich an jedem Loch zwei Schläge „vor“ hatte. Und an jeder Bahn einen Mulligan! Aber was soll‘s! Gewonnen ist gewonnen! Oder?