Die Natur ruft auf den Golfplatz
Faszination und Verantwortung
Karpfen, die im sanften Abendlicht aus dem Wasser
springen, ein Fuchs, der quer übers Fairway schnürt, die
Ricke samt Kitz oder Hasen, Igel, Enten, Schwäne, Kormorane,
Graureiher, ganz zu schweigen von den unzähligen
Singvögeln, Schmetterlingen und Insekten – wohl
jedem Golfer fallen spontan viele Tiere ein, denen er auf
seinen Runden begegnet ist. Oft magische Momente des
Staunens und Innehaltens, die lange im Gedächtnis bleiben,
völlig unabhängig von der eigenen Tagesleistung
beim Spiel.
SEHNSUCHTSORT GOLFPLATZ
Und seien wir mal ehrlich: Die immer andere Landschaft und Einbettung in die Natur macht einen großen Teil der Faszination des Golftourismus aus. Das Spiel zwischen Schilfgürteln und Kiesweihern ist ganz anders als in sandigen Dünen oder vor der Kulisse mächtiger Berge. Die belebte und unbelebte Natur ist Teil der Platzarchitektur, und man möchte immer neue Golflandschaften mit ihren tierischen Bewohnern und regionaltypischen Pflanzen entdecken.
GENIESSEN, ERHALTEN, FÖRDERN
Den emotionalen Stellenwert der Natur im Golfsport erkennen Spieler spätestens, wenn sie nach Monaten am Simulator im Frühjahr endlich wieder auf den Platz treten, den Wind im Haar und das Summen der ersten Bienen im Ohr. Und während blühende Gräser auf langen Stängeln früher dem Greenkeeper als Nachlässigkeit ausgelegt worden wären, erfreuen sich die meisten Golfer heute an Biotopen und naturnahen Eckchen auf dem Platz. Mehr noch: Clubmitglieder stellen Insektenhotels auf, pflegen Nistkästen für Vögel und Fledermäuse, legen Tümpel und Feuchtgebiete für Gelbbauchunken, Kammmolche und andere Amphibien an. Greenkeeper gestalten Bunkerränder mit gestapelten Grassoden so, dass sie perfekte Brutbedingungen für Sandbienen bieten. Waldränder und dichtes Gebüsch sind Heimat für Igel und Habicht. Schafe und Ziegen helfen bei der Rough-Pflege.
Natur auf dem Golfplatz wird heute als schützenswertes Gut empfunden, für das Spieler, Greenkeeper und Management sich verantwortlich fühlen.
HEIMISCHE GRÄSER VON GRÜN BIS ROUGH
Mehr als die Hälfte der Flächen einer durchschnittlichen Golfanlage wird nicht sportlich genutzt und bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Doch selbst bei der Gestaltung von Grüns, Fairways und Semiroughs wird oft die Artenvielfalt bedacht, indem man auf heimische Gräser setzt. Weißes Straußgras wächst auf Grüns und Vorgrüns bayerischer Anlagen, für Abschläge geeignet sind Arten wie der Gewöhnliche Rotschwingel, das Ausdauernde Weidelgras oder das trittfeste Wiesen-Rispengras, das auch für Fairways und Semiroughs geeignet ist. Heimische Gräser nutzen nicht nur der Natur, sie sind auch am besten angepasst an die regionalen klimatischen Bedingungen.
WÄLDER UND STREUOBSTWIESEN
Besonders in der Sommerhitze lieben Golfer und Tiere schattenspendende Bäume und Wäldchen auf der Anlage. Im Herbst kann man unter ihren bunten Blätterdächern gleich noch auf Pilzsuche gehen, während man dem nach einem Slice im Unterholz verschwundenen Ball nachspürt. Noch reicher fällt die Ernte auf den Streuobstwiesen aus, die als ökologische Ausgleichsflächen auf vielen Golfanlagen zu finden sind. Sie sind nicht nur ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, sondern mit Äpfeln, Birnen, Kirschen und Mirabellen ein paradiesischer Selbstbedienungsladen auf der Runde.
SEHNSUCHTSORT GOLFPLATZ
Und seien wir mal ehrlich: Die immer andere Landschaft und Einbettung in die Natur macht einen großen Teil der Faszination des Golftourismus aus. Das Spiel zwischen Schilfgürteln und Kiesweihern ist ganz anders als in sandigen Dünen oder vor der Kulisse mächtiger Berge. Die belebte und unbelebte Natur ist Teil der Platzarchitektur, und man möchte immer neue Golflandschaften mit ihren tierischen Bewohnern und regionaltypischen Pflanzen entdecken.
GENIESSEN, ERHALTEN, FÖRDERN
Den emotionalen Stellenwert der Natur im Golfsport erkennen Spieler spätestens, wenn sie nach Monaten am Simulator im Frühjahr endlich wieder auf den Platz treten, den Wind im Haar und das Summen der ersten Bienen im Ohr. Und während blühende Gräser auf langen Stängeln früher dem Greenkeeper als Nachlässigkeit ausgelegt worden wären, erfreuen sich die meisten Golfer heute an Biotopen und naturnahen Eckchen auf dem Platz. Mehr noch: Clubmitglieder stellen Insektenhotels auf, pflegen Nistkästen für Vögel und Fledermäuse, legen Tümpel und Feuchtgebiete für Gelbbauchunken, Kammmolche und andere Amphibien an. Greenkeeper gestalten Bunkerränder mit gestapelten Grassoden so, dass sie perfekte Brutbedingungen für Sandbienen bieten. Waldränder und dichtes Gebüsch sind Heimat für Igel und Habicht. Schafe und Ziegen helfen bei der Rough-Pflege.
Natur auf dem Golfplatz wird heute als schützenswertes Gut empfunden, für das Spieler, Greenkeeper und Management sich verantwortlich fühlen.
HEIMISCHE GRÄSER VON GRÜN BIS ROUGH
Mehr als die Hälfte der Flächen einer durchschnittlichen Golfanlage wird nicht sportlich genutzt und bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Doch selbst bei der Gestaltung von Grüns, Fairways und Semiroughs wird oft die Artenvielfalt bedacht, indem man auf heimische Gräser setzt. Weißes Straußgras wächst auf Grüns und Vorgrüns bayerischer Anlagen, für Abschläge geeignet sind Arten wie der Gewöhnliche Rotschwingel, das Ausdauernde Weidelgras oder das trittfeste Wiesen-Rispengras, das auch für Fairways und Semiroughs geeignet ist. Heimische Gräser nutzen nicht nur der Natur, sie sind auch am besten angepasst an die regionalen klimatischen Bedingungen.
WÄLDER UND STREUOBSTWIESEN
Besonders in der Sommerhitze lieben Golfer und Tiere schattenspendende Bäume und Wäldchen auf der Anlage. Im Herbst kann man unter ihren bunten Blätterdächern gleich noch auf Pilzsuche gehen, während man dem nach einem Slice im Unterholz verschwundenen Ball nachspürt. Noch reicher fällt die Ernte auf den Streuobstwiesen aus, die als ökologische Ausgleichsflächen auf vielen Golfanlagen zu finden sind. Sie sind nicht nur ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, sondern mit Äpfeln, Birnen, Kirschen und Mirabellen ein paradiesischer Selbstbedienungsladen auf der Runde.
Prämierter Naturschutz
„Golf&Natur“ – zahlreiche Preisträger in Bayern
In ganz Deutschland dürfen sich knapp 160 Golfplätze mit dem „Golf&Natur“-Zertifikat in Gold, Silber oder Bronze schmücken. Ganze 52 davon befinden sich in Bayern. Hinter jeder dieser Auszeichnungen steckt jahrelange Arbeit.
NATURSCHUTZ, GREENKEEPING, WISSENSCHAFT
Der Deutsche Golf Verband hat „Golf&Natur“ gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz entwickelt, wissenschaftlich begleitet durch die Rasen-Fachstelle der Universität Hohenheim. Entstanden ist ein Qualitätsmanagementprogramm, das es den Golfclubs ermöglichen soll, Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und optimale Spielbedingungen zu vereinen. Unterstützt werden die sich bewerbenden Clubs dabei durch den Greenkeeper Verband Deutschland und den Golf Management Verband Deutschland.
Oft über mehrere Jahre hinweg werden die Naturfreundlichkeit und der Pflegezustand eines Platzes analysiert und anhand eines Step-by-Step-Konzepts verbessert. Um die Maßnahmen umzusetzen, sollten Clubs laut DGV mindestens zwei Jahre einplanen.
EINSATZ, DER SICH LOHNT
Wurden alle Maßnahmen mit Erfolg umgesetzt, erhält der Club ein Zertifikat – aber das ist nicht die einzige Belohnung. Golfer profitieren von mehr Blumenwiesen, Hecken, Feuchtbiotopen, reifem Obst im Herbst oder clubeigenem Honig. Pflege und Infrastruktur der Anlage werden im Prozess verbessert, es entstehen Karten, Wasser-, Umwelt- und Abfallmanagement-Pläne. Kurz: Jede Menge hilfreiche Werkzeuge, um Umweltschutzbestimmungen dauerhaft einzuhalten, dabei gut zu wirtschaften, Sportler und Tiere glücklich zu machen.
Blühpakt Bayern
Neue Lebensräume für Insekten schaffen und dadurch die Artenvielfalt stärken – das ist das Ziel des „Blühpakts Bayern“. Die Initiative will eigenen Angaben zufolge „den gefährdeten Wildbienen, Käfern, Schmetterlingen & Co. auf Bayerns Golfplätzen ihre angestammte Heimat zurückgeben.“ Der Bayerische Golfverband und das Bayerische Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz haben zu diesem Zweck eine Allianz geschlossen. Besonders insektenfreundliche Golfanlagen können vom Staatsministerium als „blühender Golfplatz“ ausgezeichnet werden – sofern sie einige Kriterien erfüllen.
WAS „BLÜHENDE GOLFPLÄTZE“ BIETEN
Um die Kriterien zu erfüllen, müssen unter anderem mindestens 30 Prozent eines Golfplatzes naturnah gestaltet sein. Es dürfen nie sämtliche Blühwiesen zugleich gemäht werden, damit Insekten immer Nahrung finden, und die Mahd darf nicht liegenbleiben. Der Platz muss zwei sogenannte „Strukturhilfen“ aufweisen, zum Beispiel Insektenhotels, Stein- oder Totholzhaufen. Die Nutzung chemischer Pflanzenschutzmittel ist streng eingeschränkt, torfhaltige Substrate sind auf Freiflächen verboten.
„Golf&Natur“ – zahlreiche Preisträger in Bayern
In ganz Deutschland dürfen sich knapp 160 Golfplätze mit dem „Golf&Natur“-Zertifikat in Gold, Silber oder Bronze schmücken. Ganze 52 davon befinden sich in Bayern. Hinter jeder dieser Auszeichnungen steckt jahrelange Arbeit.
NATURSCHUTZ, GREENKEEPING, WISSENSCHAFT
Der Deutsche Golf Verband hat „Golf&Natur“ gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz entwickelt, wissenschaftlich begleitet durch die Rasen-Fachstelle der Universität Hohenheim. Entstanden ist ein Qualitätsmanagementprogramm, das es den Golfclubs ermöglichen soll, Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und optimale Spielbedingungen zu vereinen. Unterstützt werden die sich bewerbenden Clubs dabei durch den Greenkeeper Verband Deutschland und den Golf Management Verband Deutschland.
Oft über mehrere Jahre hinweg werden die Naturfreundlichkeit und der Pflegezustand eines Platzes analysiert und anhand eines Step-by-Step-Konzepts verbessert. Um die Maßnahmen umzusetzen, sollten Clubs laut DGV mindestens zwei Jahre einplanen.
EINSATZ, DER SICH LOHNT
Wurden alle Maßnahmen mit Erfolg umgesetzt, erhält der Club ein Zertifikat – aber das ist nicht die einzige Belohnung. Golfer profitieren von mehr Blumenwiesen, Hecken, Feuchtbiotopen, reifem Obst im Herbst oder clubeigenem Honig. Pflege und Infrastruktur der Anlage werden im Prozess verbessert, es entstehen Karten, Wasser-, Umwelt- und Abfallmanagement-Pläne. Kurz: Jede Menge hilfreiche Werkzeuge, um Umweltschutzbestimmungen dauerhaft einzuhalten, dabei gut zu wirtschaften, Sportler und Tiere glücklich zu machen.
Blühpakt Bayern
Neue Lebensräume für Insekten schaffen und dadurch die Artenvielfalt stärken – das ist das Ziel des „Blühpakts Bayern“. Die Initiative will eigenen Angaben zufolge „den gefährdeten Wildbienen, Käfern, Schmetterlingen & Co. auf Bayerns Golfplätzen ihre angestammte Heimat zurückgeben.“ Der Bayerische Golfverband und das Bayerische Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz haben zu diesem Zweck eine Allianz geschlossen. Besonders insektenfreundliche Golfanlagen können vom Staatsministerium als „blühender Golfplatz“ ausgezeichnet werden – sofern sie einige Kriterien erfüllen.
WAS „BLÜHENDE GOLFPLÄTZE“ BIETEN
Um die Kriterien zu erfüllen, müssen unter anderem mindestens 30 Prozent eines Golfplatzes naturnah gestaltet sein. Es dürfen nie sämtliche Blühwiesen zugleich gemäht werden, damit Insekten immer Nahrung finden, und die Mahd darf nicht liegenbleiben. Der Platz muss zwei sogenannte „Strukturhilfen“ aufweisen, zum Beispiel Insektenhotels, Stein- oder Totholzhaufen. Die Nutzung chemischer Pflanzenschutzmittel ist streng eingeschränkt, torfhaltige Substrate sind auf Freiflächen verboten.