© Manuela Drossard-Peter

The Leading Golf Courses Österreich

Exzellenz in der Alpenrepublik - von Ulrike Kühne

Insgesamt 20 Leading Golf Courses gibt es in Österreich. Golf Faszination & Lifestyle stellt acht der schönsten vor und verrät, worauf es beim Leading Golf ankommt: Getestet werden die Clubs von sogenannten Mystery Players, Spielern aller Leistungsklassen, die anonym und unangemeldet ihre Runden auf den Plätzen der Alpenrepublik drehen.
Sie beantworten anschließend 100 Fragen zu Themen wie Pflegezustand, Platzeigenschaften oder auch der Freundlichkeit des Personals. Die Reports aller Mystery Player bilden die Grundlage für die Vergabe der Leading Golf-Auszeichnungen.
Ja, bei den Fotos der bergumrahmten Fairways und der Wasserhindernisse, in denen sich die Gipfel spiegeln, kommt Sehnsucht auf. Ist 2026 vielleicht noch Zeit für einen Kurzurlaub in Österreich mit alpinem Leading-Golf-Erlebnis?
Wer hier selbst mal auf einer Anlage spielt, die seiner Meinung nach unbedingt unter die Leading Golf Courses aufgenommen werden sollte – oder einer, die das Prädikat nicht verdient – kann sich unter office@leadinggolf.at als Mystery Player bewerben und vielleicht über das Ranking der besten Clubs in Zukunft mitentscheiden.
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© Johannes Radlwimmer
GC Zell am See – Kaprun – Saalbach

Spielfreude auf 36 Löchern bietet der Leading Golf Course des Golfclubs Zell am See – Kaprun – Saalbach im Herzen Österreichs, und ist mit seinen zweimal 18 Bahnen einzigartig in der Alpenrepublik.
Wer es sportlich anspruchsvoll mag, ist auf dem Championship Course Schmittenhöhe (Par 72) richtig. Für entspannte Runden bietet sich der Friendship Course Kitzsteinhorn am Ufer der Salzach an. Weitere Infos in unserer Rubrik „Österreich“ und unter

www.golf-zellamsee.at
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GC Mieminger Plateau
Seit 2025 ist der Golfclub Mieminger Plateau Mitglied der Leading Golf Courses. Wie sein Name schon sagt, liegen die 27 Fairways der Tiroler Anlage auf einem sonnigen Plateau. In einem Wald duftender Föhren hat Golfarchitekt Keith Preston hier einen „Championcourse“ mit 18 Bahnen angelegt. Obwohl recht flach, fordert er mit einer Gesamtlänge von 6.599 Metern (Par 73) selbst geübte Golfer heraus. Es gibt zwar pro Tee vier Abschläge, um den Schwierigkeitsgrad den eigenen Ansprüchen anzupassen, aber der Club empfiehlt einen Mindest-Handicap-Index von 36.

Wer den mitbringt, findet auf den weitläufigen Fairways absolute Ruhe. Ein Markenzeichen des Platzes sind Beete mit verschiedenen Gesteinsarten, die alle 18 Abschläge einrahmen. Und über zwei Wasserhindernissen thront an Loch 9 die Stöttalm, eine rustikale Hütte mit Halfway-Gastronomie.
Golfeinsteiger und Entspannungsspieler genießen auf dem Parkcourse (Par 58) mit 9 Löchern das beeindruckende Bergpanorama und feiern dank kurzer und fairer Spielbahnen Erfolge. Im Clubrestaurant Greenvieh kann man anschließend zusehen, wie in der Showküche Spezialitäten über der Holzkohle gegrillt werden.

www.golfmieming.at
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GC Achensee

Er ist nicht nur Leading Golf Course, sondern auch der älteste Golfclub Tirols: der Golfclub Achensee. Bei der Eröffnung 1934 spielten die Golfer noch auf 9 Loch vor der herrlichen Karwendel-Kulisse, seit 2003 sind es 18 top gepflegte Bahnen, die sich von Pertisau am Achensee bis ins wild-romantische Tristenautal erstrecken. Mächtige Lärchen, Tannen und Ahornbäume säumen die Fairways. Urige Holzhütten und Bergblumenwiesen betonen den alpinen Charakter, und immer wieder geben die Bäume einen Blick auf den türkisblau funkelnden Achensee frei.
Obwohl der Platz auf immerhin 1.000 Metern Höhe liegt, stören kaum Steigungen den Spielfluss. Dennoch sind die Bahnen anspruchsvoll und neben manch schmalem Fairway wird der Ball gerne von hohen Wipfeln abgefangen. Los geht es aber mit dem ersten Abschlag in der Dorfmitte.
An Bahn 4 und 16 entscheiden das Wetter und die Jahreszeit, ob man über klares Gebirgswasser oder das ausgetrocknete Geröll einer Schmelzwasserrinne spielt. Zum Üben gibt es eine überdachte Driving Range, zwei Chipping und ein Putting Green. Das Clubrestaurant „Mittendrin“ bietet moderne Tiroler und internationale Küche, Bergblick inklusive.

www.golfclub-achensee.at
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© The Leading Golf Courses
Golfclub Zillertal-Uderns

Sanfte Hügel und Obsthaine prägen den Meisterschaftsplatz des Golfclubs Zillertal-Uderns, umgeben von grünen Bergen und am Horizont die Zillertaler Alpen. Seit zehn Jahren gehört die 18-Loch-Anlage zu den Leading Golf Courses in Österreich. Dank der Lage auf 550 Metern Höhe und des freundlichen Klimas scheint von März bis November besonders viel Sonne auf die vier Par-5-, neun Par-4- und fünf Par-3-Löcher. Sie spiegelt sich in zwei Seen zu Füßen des modernen Clubhauses. Dort sind ein 4-Sterne Superior Hotel und das Restaurant „Die Genusswerkstatt“ untergebracht, von dessen Terrasse man direkt auf das von Bunkern bewachte Inselgrün des 9. Lochs blickt.
Auch die anderen von Architekt Diethard Fahrenleitner konzipierten 17 Löcher sind sportlich anspruchsvoll. An Bahn 2 und 10 muss der Ball über längere Wasserflächen fliegen, nur wenige Bahnen sind gerade. Wer auf dem kurzen Par 3 der 14 trotz der zwei Bunker in einem offiziellen Wertungsspiel oder Turnier ein Hole-in-one schafft, wird vom Club mit einem einkarätigen Diamanten belohnt. Ein Grund mehr, die großzügige Übungsanlage und die Kurzspielbahnen ausgiebig zu nutzen, oder gleich bei der PGA-Golfschule Kurse zu buchen.

www.golf-zillertal.at
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© Mathäus Gartner
GC Kitzbüheler Alpen Westendorf

Nur 120 Kilometer entfernt von München liegt der Golfclub Kitzbüheler Alpen Westendorf, als „das neue Golfjuwel“ in der Region Kitzbühel bekannt. Das Juwel ist inzwischen zwölf Jahre alt, glänzt aber immer noch: Auf dem Plateau von Westendorf leuchten die 18 Fairways des Leading Golf Courses sattgrün in der Sonne. Ringsum Berge, wohin man auch blickt, im Norden ragt die Hohe Salve als ewiger Zuschauer auf. Über 64 Hektar erstreckt sich der geschickt in die Naturlandschaft integrierte Platz, der 2015 mit einem „Vier Sterne Superior Award“ des Bundesverbands für Golfanlagen ausgezeichnet wurde.
Fernab von größeren Straßen und Touristenrummel findet man hier Stille und sehr gepflegte Bahnen auf 788 Meter Seehöhe. Wenn man an Bahn 18 den Engpass zwischen zwei Bunkern in der Mitte des Doglegs passiert hat, taucht hinter zwei Wasserhindernissen das Grün auf. Doch wer zu weit schlägt, um ein Wasserbad des Balls zu vermeiden, versenkt ihn stattdessen leicht in einem von vier Bunkern. Ob die letzte Bahn zum Erfolg oder Misserfolg wird: In jedem Fall lockt nebenan das Clubrestaurant mit seiner Front an Panoramafenstern.

www.gc-kitzbueheler-alpen.at
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GC Schladming- Dachstein

Wenn man am Morgen auf der schmalen Holzbrücke über den See vor dem Clubhaus des Golfclubs Schladming-Dachstein schreitet und der letzte Nebel auf dem Wasser sich in der Sonne auflöst, fühlt man sich wie verzaubert.
Den besonderen Zauber verdankt die 1991 eröffnete 18-Loch-Anlage im Ennstal vor allem ihrem Designer Bernhard Langer, der sich das Ziel setzte, „einen Championship-Platz zu kreieren, der für Spieler aller Handicap-Gruppen unvergesslich bleibt.“ Mit kreativen Wasserlandschaften hat die Golflegende versucht, „einen Hauch Florida“ nach Österreich zu bringen, weshalb der Leading Golf Course auch gerne als „Pebble Beach der Alpen“ bezeichnet wird.
Im Norden wird der Platz an seiner gesamten Breitseite begrenzt durch die plätschernde Enns. Zusätzlich hat Langer insgesamt elf Wasserhindernisse geschaffen, teils mit Bunkern als Sandstrand kombiniert. So heißen die Löcher passend „The Beach“, „Crocodile Hole“, „Riverside“ oder „Insta Block Waterfront“.
Bahn 18 beschließt als Par 5 mit dem Namen „The Island“ die herausfordernde Golfanlage – das Grün liegt natürlich auf einer Insel. Die hat PGA-Tour-Spieler Matthias Schwab mit einem Platzrekord von 63 Schlägen erreicht. Aber daran sollte man sich nicht orientieren, wenn man den Platz zum ersten Mal spielt. Das Par des Championship Courses liegt bei 71 – Herausforderung genug!

www.schladming-golf.at
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© The Leading Golf Courses
GC Gut Murstätten

Wie ein grüner Ring zieht sich der der 18-Loch-Championship-Course des Golfclubs Gut Murstätten um einen großen See. An dessen Ufer schmiegt sich auch das Signature Hole des Platzes: Bahn 14 mit Inselgrün, das man am besten mit einem langen Schlag übers Wasser erreicht, um das Par 3 zu schaffen.
Wie das geht, erklärt auf der Website des Leading Golf Clubs ein Pro in der virtuellen 3D-Ansicht des Platzes. Hier kann man sich alle 18 Löcher des Championship Courses und die neun Löcher des Südkurses schon vor der Anreise in Ruhe ansehen und einen ersten Eindruck der weitläufigen Anlage von Golfarchitekt Joan Dudok van Heel bekommen.
Golf-Champions wie Sergio Garcia oder Joost Luiten haben hier in dem steirischen Auwald schon gespielt. Insgesamt 6.417 Meter Länge (von weiß), viele Bunker und Wasserhindernisse machen die Championship-Anlage zu einer der längsten und anspruchsvollsten in Österreich. Daher gilt ein Handicap-Limit von -36. Alle anderen können den Südkurs spielen – und auf den hochmodernen Trainingsanlagen üben. Der GC Gut Murstätten installierte die erste Trackman Range Österreichs, auch an den Rasenabschlagplätzen. Damit kann man nicht nur trainieren, sondern auch spielen, zum Beispiel Bulls Eye oder Capture the Flag.

www.gcmurstaetten.at
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© The Leading Golf Courses
Golfresort Haugschlag

Im Nordwesten Niederösterreichs liegt das romantische Waldviertel – und ein Paradies für Golfer. Zum Golfresort Haugschlag gehören gleich zwei Championship Courses mit je 18 Löchern: „Waldviertel“ und „Haugschlag“, umrahmt von Naturteichen, kleinen Wäldchen und den typischen Waldviertler Wackelsteinen aus Granit. Die Leading Golf Courses waren schon mehrfach Gastgeber der Austrian Open im Rahmen der PGA European Tour, der international EDP Tour und der internationalen Alps Tour.
Und das ist noch nicht alles: Vom Resort aus kann man mit dem Cart in 15 Minuten über die tschechische Grenze fahren und beim Golfclub Monachus weitere 27 Loch spielen, 18 auf dem Championship Course Mnich sowie neun auf dem Course Nová Bystrice.
Für Spieler ohne Platzreife gibt es den Golfclub Herrensee, einen 18-Loch-Kompaktplatz, auf dem jeder das Golfspiel ausprobieren darf.
Die insgesamt 81 Löcher spielt man natürlich nicht an einem Tag. Für alle, die direkt auf dem Gelände übernachten wollen, gibt es das 4-Sterne-Superior-Hotel im Golfresort Haugschlag. Für die Verpflegung sorgt das Restaurant im Clubhaus mit saisonalen Gerichten, Fischen aus den Seen der Region und österreichischen Weinen.

www.golfresort.at

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