VORSORGE FÜR MANN UND FRAU

Der Münchner Urologe Dr. med. Friedemann Meisse im Interview

Dr. Meisse, viele halten einen Urologen für einen „Männerarzt“. Haben sie recht?
Dr. med. Friedemann Meisse : Ja. Und nein. Der Urologe ist zum einen zuständig für die Behandlung von Beschwerden der männlichen Genitalorgane wie Hoden, Nebenhoden, Samenblasen, Samenleiter, Penis und Prostata – also sozusagen ein Männerarzt. Zum anderen aber bin ich als Facharzt für Urologie auch für Erkrankungen der Harnorgane zuständig. Dazu gehören die Nieren, die Harnleiter, die Harnblase und die Harnröhre. In diesem Bereich können Probleme bei Menschen jeden Alters und Geschlechts auftreten. Daher behandeln Urologen nicht nur Männer, sondern auch Frauen! Rund 35 Prozent meiner Patienten sind Frauen und Kinder.
Gibt es urologische Krankheiten, die Männer und Frauen betreffen?
Ja, die wichtigsten sind wohl die verschiedenen Formen von Krebs. Während Prostata- und Hodenkrebs natürlich nur Männer betreffen, können Harnblasen- und Nierenkrebs geschlechtsunabhängig auftreten. Knapp 9.000 Männer und gut 5.000 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an Nierenkrebs. Auch beim Blasenkrebs sind Männer etwa dreimal so oft betroffen wie Frauen.

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