Fotos: © BMW

HOLLICK HOLT‘S

Michael Hollick siegt bei den 37. BMW International Open in seinem Debütjahr auf der DP World Tour

Die 37. BMW International Open ist im Golfclub München Eichenried mit einer nervenaufreibenden Finalrunde zu Ende gegangen. Die rund 58.000 Golffans erlebten nicht nur hochklassigen Golfsport, sondern über vier Tage einen intensiven Wettkampf um einen der begehrtesten Titel der DP World Tour. Der Südafrikaner Michael Hollick hatte am Sonntag im letzten Flight des Tages mit einem Schlag Rückstand auf seinen Landsmann Hennie du Plessis an der 18 die Entscheidung in der Hand. Mit dem 57. Eagle der Woche lieferte er ab. In diesem Jahr kamen bei der Initiative EAGLES FOR EDUCATION der BMW Group 57.000 Euro für die Philipp Lahm Stiftung für Sport und Bildung zusammen. Sie verhilft Kindern zu mehr Bewegung sowie gesunder Ernährung und unterstützt bei der Persönlichkeitsentwicklung.

„Vor vier Jahren hatte ich die Schläger schon in den Schrank gestellt und angefangen zu coachen. Das erste Jahr auf der Tour ist hart, man versucht nur, die Karte für die nächste Saison zu erspielen. Nun hier zu gewinnen, ist unglaublich. Ich kann es nicht erwarten, diesen Titel zu feiern.“
– Michael Hollick

DONNERSTAG
Bei idealen äußeren Bedingungen startete am Donnerstag, 2. Juni 2026, die 37. BMW International Open. Mit einem starken Auftritt setzten sich die Südafrikaner Jayden Schaper, Hennie du Plessis (beide -8) und JC Ritchie (-7, T3) nach der ersten Runde an die Spitze. Alle drei hatten bereits am Vormittag gespielt, als die durch den Regen am Mittwoch weichen Grüns noch etwas einfacher zu bespielen waren. Im letzten Flight des Tages konnte lediglich der Nachmittagsstarter Anthony Quayle (-7, T3) aus Australien noch zu Ritchie aufzuschließen. BIOBMW International Open Debütant Joaquín Niemann (CHI) notierte in seiner ersten Turnierrunde eine 68 (-4) und lag zusammen mit rund 20 schlaggleichen Spielern aussichtsreich im Rennen. Die besten Deutschen nach 18 Löchern waren Matti Schmid und Thomas Rosenmüller (beide -3) auf dem geteilten 39. Rang, gefolgt von Freddy Schott (-2, T67). Schmid hatte mit Marcel Schneider und Marcel Siem (beide Even Par, T108) gespielt. Siem war mit dem Tagesergebnis und der Länge seiner Schläge nicht zufrieden, zeigte sich aber dennoch kämpferisch.

„Die BMW International Open ist meine wichtigste Woche des Jahres. Ich komme so lange wieder, bis ich das Ding gewinne – und wenn es mit dem Krückstock ist. Jetzt geht es auf die Driving Range, bis die Finger wund sind – und dann versuche ich, morgen anzugreifen. “
– Marcel Siem nach seiner ersten Runde am Donnerstag. Nach einer soliden Runde am Freitag verpasste er den Cut dennoch um einen Schlag.

FREITAG
Am Freitag setzte sich Hennie du Plessis an die Spitze des Leaderboards. Mit einem Gesamtscore von 11 unter Par hatte er einen Schlag Vorsprung auf Carlos Ortiz (MEX), Michael Hollick aus Südafrika und den Engländer Jack Senior. Von den 13 deutschen Spielern schafften nur Matti Schmid (-8, T9), Amateur Finn Kölle (-7, T19), Freddy Schott, Nicolai von Dellingshausen und Thomas Rosenmüller (alle -4, T50) den Cut. Alle 66 verbliebenen Spieler lagen innerhalb von nur sieben Schlägen. Es blieb spannend.

Weitere Spieler, die den Cut verpassten: Vorjahressieger Dan Brown war eigentlich gut dabei, bis er am kurzen Par 4-Loch 16 eine 9 auf seine Scorekarte schreiben musste. Die beiden Masters Champions Sergio Garcia und Patrick Reed mussten sich auch frühzeitig aus München verabschieden. Letzterer führte sogar die Saisonwertung (Race to Dubai) an.

SAMSTAG
Nach einem spannenden, zunehmend windigen und damit anspruchsvollen Samstag haben der Österreicher Bernd Wiesberger (-5 für den Tag) und Michael Hollick aus Südafrika (-3 für den Tag) mit einem Gesamtscore von 13 unter Par die Führung übernommen. Einen Schlag zurück folgte der Mexikaner Carlos Oritz (-2 für den Tag). Mit 46 Plätzen den größten Satz nach vorne machte am „Moving Day“ Lokalmatador Thomas Rosenmüller mit der besten Runde des Tages (-7). Er teilte sich den vierten Rang mit Hennie du Plessis (beide -11). Der gebürtige Münchner bewahrte sich damit vorerst die Chance, sich nach Martin Kaymer (2008) zum erst zweiten deutschen Sieger der BMW International Open zu krönen.

Ich finde es unfassbar cool, wie viele Kinder wieder da sind. Ich erinnere mich immer noch an das Gefühl, wie es damals als Kind war, hier zu sein. Als Martin (Kaymer) 2008 gewonnen hat, war ich eines der Kinder, die da draußen standen, unbedingt ein Autogramm wollten und sich gefreut haben, wenn Spieler Bälle ausgegeben oder unterschrieben haben. Nun darf ich ein bisschen was davon zurückgeben. Insbesondere heute bei unserem deutschen Flight mit Freddy waren extrem viele Zuschauer da. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viele Zuschauer gesehen habe. Das ist unfassbar. Es ist einfach geil, hier zu sein.“
– Thomas Rosenmüller über das Turnier und seinen Flightpartner Freddy Schott

SONNTAG
In einem Herzschlagfinale holte Michael Hollick mit einem spektakulären Eagle am letzten Loch den entscheidenden Schlag Vorsprung auf seinen Landsmann Hennie du Plessis heraus und sicherte sich damit den begehrten Titel bei der 37. BMW International Open. Der Südafrikaner benötigte am Sonntag auf dem Championship Course im Golfclub München Eichenried 67 Schläge und triumphierte mit einem Gesamtscore von 270 Schlägen (18 unter Par). Als bester Deutscher beendete Thomas Rosenmüller (-11) das Turnier auf dem alleinigen sechsten Platz. Finn Kölle (GER, -5) wurde bester Amateur und erreichte den geteilten 30. Rang.

Als bester Amateur des Turniers wurde Finn Kölle geehrt, der sich trotz einer durchwachsenen Finalrunde auf den geteilten 30. Platz spielte.

Schmerzhafter Miss für Hennie du Plessis: Seinen Birdie- Putt an der 18 verpasste er nur knapp. Dieser hätte für ein Playoff mit seinem Landsmann Michael Hollick gereicht. Doch Hollick überholte ihn mit einem Eagle noch um einen Schlag.

Fotos: © BMW

Marcel Siem nach seiner ersten Runde am Donnerstag. Nach einer soliden Runde am Freitag verpasste er den Cut dennoch um einen Schlag.
Der deutsche Flight aus Martin Kaymer, Freddy Schott und Nicolai von Dellingshausen (von links) war ein echter Publikumsmagnet. Die Zuschauer konnten jedoch keinen der drei zu außerordentlichen Scores beflügeln.
Am „Moving Day“ setzten sich Michael Hollick…
… und der Österreicher Bernd Wiesberger an die Spitze des Leaderboards.
Einen Grund zur Freude hatte der junge Südafrikaner Jayden Schaper (rechts). Er teilte sich am Ende des ersten Spieltags den ersten Rang mit seinem Landsman Hennie du Plessis. Auf dem dritten Platz landete mit Casey Jarvis ein weiterer Südafrikaner.
Die besten Deutschen nach Tag eins waren Matti Schmid und Thomas Rosenmüller.
Den gelungenen Abschluss des Samstags bildete die dritte Auflage von Martin Borgmeiers Long Drive Event ‚Launch Control‘.
Thomas Rosenmüller (rechts) mit seinem Flightpartner Freddy Schott (links).
Den gelungenen Abschluss des Samstags bildete die dritte Auflage von Martin Borgmeiers Long Drive Event ‚Launch Control‘.
Als bester Amateur des Turniers wurde Finn Kölle geehrt, der sich trotz einer durchwachsenen Finalrunde auf den geteilten 30. Platz spielte.
Schmerzhafter Miss für Hennie du Plessis: Seinen Birdie- Putt an der 18 verpasste er nur knapp. Dieser hätte für ein Playoff mit seinem Landsmann Michael Hollick gereicht. Doch Hollick überholte ihn mit einem Eagle noch um einen Schlag.
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