© Manuela Drossard-Peter
2026 - Das Jahr der Jubiläen für Detlef Hennings
50 Jahre PGA Golf-Professional, 65. Geburtstag und
25 Jahre beim Golfclub Schwanhof
Das Gespräch mit Detlef Hennings erinnert an den Kinofilm „Die Legende
von Bagger Vance“: Der Werdegang des Schwanhofer Golfmanagers
ist eine eigene Story wert und definitiv filmreif.
Die Geschichte beginnt 1973 mit einem jungen Schulbuben, der die Golfer des Marienburger Golf-Clubs in Köln mit großen Augen durch den Zaun beobachtete. Der heimliche Zuschauer wurde eines Tages entdeckt – und als plötzlich ein Caddy ausfiel, begann seine 50-jährige berufliche Karriere im Golfsport.
Der damals 12-Jährige wurde angesprochen, ob er nicht Lust hätte, etwas zum Taschengeld dazu zu verdienen und als Caddy mit einem Golfer auf die Turnierrunde zu gehen. Der Wille war da, aber durfte er auch? „Klar“, meinte sein Vater, und so lief der junge Detlef seine ersten 18 Loch als Caddy mit. Schon am nächsten Tag folgte die zweite Runde, gleich mit 36 Loch am Stück.
Bälle sammeln im Tausch gegen Unterricht
Caddy und Spieler-Aspirant Detlef Hennings wollte sein Golfspiel optimieren, hatte aber kein Geld für einen Golf Pro. Deshalb machte er einen Deal mit einem der Trainer: Jeden Tag sammelte er die Übungsbälle der Pros ein – und bekam dafür Golfunterricht. Doch obwohl seine Leistungen stetig besser wurden, durfte er beim Marienburger Golf-Club kein Mitglied werden. Präsident Jan Brügelmann erließ das Verdikt: Nur wenn Eltern Mitglieder sind, dürfen auch Kinder oder Jugendliche Mitglieder werden. So schlug Hennings auf seiner Wiese täglich weiter Bälle und nun beobachteten die Golfer des Clubs ihn über den Zaun, sahen, welches Talent in ihm steckte. Drei Mitglieder statteten Familie Hennings an einen Sonntag einen Besuch ab und boten an, Detlef die Ausbildung als Golf Pro zu finanzieren.
Sport & Wirtschaft: doppelte Ausbildung
1976 begann Hennings seine Ausbildung als Golf Pro bei Werner Rappenecker, parallel machte er eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in Krefeld. Und er verließ sein Elternhaus: Der Golf-Club stellte ihm eine kleine Wohnung oberhalb des Pro Shops zur Verfügung.
Sein neues Leben: Täglich sammelte er abends 5.000 bis 6.000 Golfbälle ein. In einem Bottich mit Persil schrubbte er sie sauber, bevor er sie einsortierte – Ballmaschinen waren damals nichts als Zukunftsträumerei.
„Während meiner Ausbildung wurde der Clubsekretär krank“, erinnert sich Hennings. So übernahm er dessen Aufgaben für ein Jahr auch noch, schrieb Turnierlisten mit der Schreibmaschine. Mit der Prüfung zum Golf Pro stellte sich für den jungen Kölner die Frage: „Was mache ich danach?“
Mit 18 Jahren eröffnete er seinen ersten eigenen Golf- Shop – zu einer Zeit, in der Golf in Deutschland noch als Nischensport galt. Seine Leidenschaft für Golf, unternehmerisches Denken und organisatorisches Talent brachten ihn 1980 nach Bad Mergentheim in Baden-Württemberg, wo er sich als Head Pro beworben hatte. Er organisierte die ersten Pro-AM Turniere in der Region und setzte neue Maßstäbe für Amateur- und Profispieler.
„Zur richtigen Zeit
Auf nach Oberbayern!
Trotz der Erfolge in Baden-Württemberg blieb Hennings rastlos: Er wechselte 1983 nach Oberbayern an den Starnberger See, wo er sich beim Aufbau des Golfclubs Tutzing engagierte. Er war maßgeblich beteiligt an der Konzeption und Realisierung der Anlage. Im August 1986 feierte er die Eröffnung mit Bernhard Langer und Walter Scheel. Durch seine Arbeit trug er wesentlich zur Etablierung des Clubs als feste Größe im Münchener Umland bei, und das mit viel Kreativität: Hennings veranstaltete eigene Modenschauen im Club, führte exklusive Nacht-Golfturniere mit Catering durch einen Sternekoch durch. „Der Eintritt kostete 175 Mark, wir waren komplett ausgebucht“, erinnert sich Hennings. Bei Turnieren erlaubte er Automobilunternehmen wie Range Rover, ihre Fahrzeuge auszustellen. Er bekam selbst ein Fahrzeug als „Firmenwagen“ zur Verfügung gestellt und hatte als erster im Club ein Autotelefon. Ein Visionär, der Fortschritt begrüßt.
Karriereschmiede PGA
Von 1991 bis 1993 war Hennings Turnierdirektor der PGA of Germany. Er plante und veranstaltete zahlreiche nationale Turniere für Golf Professionals, sammelte Erfahrungen in der professionellen Turnierorganisation und knüpfte Kontakte zu Spielern, Sponsoren und Medien. Als Präsident und Geschäftsführung leitete er von 1988 bis 2000 den SDGLV (Süddeutscher Golfprofessional Landes Verband e.V.). Unter seiner Führung entwickelte sich der Verband erfolgreich. Er gewann zahlreiche Sponsoren, die hohe Preisgelder ausschütteten.
Nach einem kurzen Engagement im Starnberger Golfclub, wo er seine Expertise in Clubführung und Mitgliederbetreuung einbrachte, war es wieder so weit: Hennings zog weiter.
Die Geschichte beginnt 1973 mit einem jungen Schulbuben, der die Golfer des Marienburger Golf-Clubs in Köln mit großen Augen durch den Zaun beobachtete. Der heimliche Zuschauer wurde eines Tages entdeckt – und als plötzlich ein Caddy ausfiel, begann seine 50-jährige berufliche Karriere im Golfsport.
Der damals 12-Jährige wurde angesprochen, ob er nicht Lust hätte, etwas zum Taschengeld dazu zu verdienen und als Caddy mit einem Golfer auf die Turnierrunde zu gehen. Der Wille war da, aber durfte er auch? „Klar“, meinte sein Vater, und so lief der junge Detlef seine ersten 18 Loch als Caddy mit. Schon am nächsten Tag folgte die zweite Runde, gleich mit 36 Loch am Stück.
„Ich war platter als platt.“
Dass der von ihm so fleißig betreute Golfer Clubmeister wurde, ermöglichte Detlef den direkten Einstieg als „A-Caddy“, was damals im Club die höchste zu erreichende Stufe der Caddy-Hierarchie war. Eine Wiese neben der Golfanlage erkor der Schüler zu seinem persönlichen Golfplatz aus und begann, mit von einigen Clubmitgliedern spendierten Schlägern zu trainieren. Die Schläger passten aber nicht zu ihm. So hatte er damals schon die Idee, bei den Schlägern aus Pinienholz den Kopf so zurechtzuschneiden, dass er windschnittiger wurde. 20 Jahre später setzte ein Schläger-Hersteller das genauso um.Bälle sammeln im Tausch gegen Unterricht
Caddy und Spieler-Aspirant Detlef Hennings wollte sein Golfspiel optimieren, hatte aber kein Geld für einen Golf Pro. Deshalb machte er einen Deal mit einem der Trainer: Jeden Tag sammelte er die Übungsbälle der Pros ein – und bekam dafür Golfunterricht. Doch obwohl seine Leistungen stetig besser wurden, durfte er beim Marienburger Golf-Club kein Mitglied werden. Präsident Jan Brügelmann erließ das Verdikt: Nur wenn Eltern Mitglieder sind, dürfen auch Kinder oder Jugendliche Mitglieder werden. So schlug Hennings auf seiner Wiese täglich weiter Bälle und nun beobachteten die Golfer des Clubs ihn über den Zaun, sahen, welches Talent in ihm steckte. Drei Mitglieder statteten Familie Hennings an einen Sonntag einen Besuch ab und boten an, Detlef die Ausbildung als Golf Pro zu finanzieren.
Sport & Wirtschaft: doppelte Ausbildung
1976 begann Hennings seine Ausbildung als Golf Pro bei Werner Rappenecker, parallel machte er eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in Krefeld. Und er verließ sein Elternhaus: Der Golf-Club stellte ihm eine kleine Wohnung oberhalb des Pro Shops zur Verfügung.
Sein neues Leben: Täglich sammelte er abends 5.000 bis 6.000 Golfbälle ein. In einem Bottich mit Persil schrubbte er sie sauber, bevor er sie einsortierte – Ballmaschinen waren damals nichts als Zukunftsträumerei.
„Während meiner Ausbildung wurde der Clubsekretär krank“, erinnert sich Hennings. So übernahm er dessen Aufgaben für ein Jahr auch noch, schrieb Turnierlisten mit der Schreibmaschine. Mit der Prüfung zum Golf Pro stellte sich für den jungen Kölner die Frage: „Was mache ich danach?“
Mit 18 Jahren eröffnete er seinen ersten eigenen Golf- Shop – zu einer Zeit, in der Golf in Deutschland noch als Nischensport galt. Seine Leidenschaft für Golf, unternehmerisches Denken und organisatorisches Talent brachten ihn 1980 nach Bad Mergentheim in Baden-Württemberg, wo er sich als Head Pro beworben hatte. Er organisierte die ersten Pro-AM Turniere in der Region und setzte neue Maßstäbe für Amateur- und Profispieler.
„Zur richtigen Zeit
am richtigen Ort.“
Auf nach Oberbayern! Trotz der Erfolge in Baden-Württemberg blieb Hennings rastlos: Er wechselte 1983 nach Oberbayern an den Starnberger See, wo er sich beim Aufbau des Golfclubs Tutzing engagierte. Er war maßgeblich beteiligt an der Konzeption und Realisierung der Anlage. Im August 1986 feierte er die Eröffnung mit Bernhard Langer und Walter Scheel. Durch seine Arbeit trug er wesentlich zur Etablierung des Clubs als feste Größe im Münchener Umland bei, und das mit viel Kreativität: Hennings veranstaltete eigene Modenschauen im Club, führte exklusive Nacht-Golfturniere mit Catering durch einen Sternekoch durch. „Der Eintritt kostete 175 Mark, wir waren komplett ausgebucht“, erinnert sich Hennings. Bei Turnieren erlaubte er Automobilunternehmen wie Range Rover, ihre Fahrzeuge auszustellen. Er bekam selbst ein Fahrzeug als „Firmenwagen“ zur Verfügung gestellt und hatte als erster im Club ein Autotelefon. Ein Visionär, der Fortschritt begrüßt.
Karriereschmiede PGA
Von 1991 bis 1993 war Hennings Turnierdirektor der PGA of Germany. Er plante und veranstaltete zahlreiche nationale Turniere für Golf Professionals, sammelte Erfahrungen in der professionellen Turnierorganisation und knüpfte Kontakte zu Spielern, Sponsoren und Medien. Als Präsident und Geschäftsführung leitete er von 1988 bis 2000 den SDGLV (Süddeutscher Golfprofessional Landes Verband e.V.). Unter seiner Führung entwickelte sich der Verband erfolgreich. Er gewann zahlreiche Sponsoren, die hohe Preisgelder ausschütteten.
Nach einem kurzen Engagement im Starnberger Golfclub, wo er seine Expertise in Clubführung und Mitgliederbetreuung einbrachte, war es wieder so weit: Hennings zog weiter.
Vom Starnberger See ins Donautal
Im Jahr 1995 während eines Besuchs in Bad Abbach, erzählt Hennings, habe ihn der Geschäftsführer der Anlage gebeten, nach Niederbayern zu wechseln und sein neuer Golfclubmanager zu werden. Hennings sagte ja und eröffnete in Bad Abbach mit der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis den neuen Golfplatz. „Es mussten kompetente Golflehrer her“, sagt Detlef Hennings. „Deshalb holte ich von Griesbach John O‘Flynn und gründete eine Golfschule.“ Für die 350 Mitglieder standen sieben Golfpros zur Verfügung, die alle ausgebucht waren, erinnert sich der Jubilar. Die Golfer kamen von Hamburg und überall her für eine Golfstunde. Seine Idee war ein Magnet für Bad Abbach.
Gastgeber der Challenge Tour
Einen Traum erfüllte der Geschäftsführer sich 1998: Er akquirierte die Challenge Tour, die erstmals auf der Anlage in Bad Abbach gastierte – ein Meilenstein für den Club und die Region. Zu dem Turnier mit dem Namen „Audi Quattro Cup“ kamen Pros, die heute bekannte Namen haben. Zeit für neue Träume: „In dieser Zeit war meine Frau hochschwanger und ich wollte etwas ganz anderes machen“, sagt Hennings, „und so kündigte ich in Bad Abbach.“
Neue Heimat bei den Schwänen
Bei einem großen Turnier im Schwanhof traf er auf dem Parkplatz zufällig auf Stefan Jüttner, den damaligen Präsidenten des GC Schwanhof. „Er fragte mich ganz direkt: ‚Wie geht’s dir?‘“, erinnert sich Hennings. „Ich antwortete: ‚Ich habe gerade gekündigt.‘“ Jüttner reagierte prompt und vielsagend: „Bei uns bewegt sich gerade einiges im GC Schwanhof.“ Und tatsächlich: Wenige Tage später klingelte das Telefon. Es war Klaus Conrad, ein engagierter Förderer des Golfsports.
Die beiden verabredeten sich zu einer gemeinsamen Golfrunde – und aus dieser Begegnung entstand mehr als nur ein sportlicher Austausch. 2001 trat Detlef Hennings schließlich die Position des Geschäftsführers beim GC Schwanhof an. Eine neue Heimat war gefunden.
Unter seiner Leitung entwickelte sich der Club zu einem der führenden in Bayern. Hennings setzte seinen Fokus auf Qualität, Mitgliederbindung, sportliche Förderung und nachhaltige Clubentwicklung und wurde seinem Ruf als strategischer Visionär mit einem Gespür für Trends und Entwicklungen im Golfsport gerecht. Hennings Arbeit schlägt sich auch in den Zahlen nieder: „Damals hatten wir 350 Mitglieder und heute sind es 900.“ Das sieht er aber als Verdienst des gesamten Teams: Ian MacNiven ist seit 1992 als Course Manager und Greenkeeper tätig. Sandra Münzl gehört seit 2007 zum Team. Die Gastronomie wird in Eigenregie geführt. Im August werden sie gemeinsam die drei Jubiläen feiern.
Detlef Hennings beruflicher Werdegang, der mit seiner Neugier als 12-Jähriger begann, ist geprägt von unternehmerischem Mut, sportlicher Leidenschaft und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse von Golfern und Golfanlagen. Seine Stationen zeigen einen kontinuierlichen Aufbau von Expertise, Verantwortung und Einfluss im deutschen Golfsport – von der Shop-Eröffnung mit 18 Jahren bis zur langjährigen Geschäftsführung eines Spitzenclubs.
Und wie sieht die Zukunft aus? „Ich möchte mich aus dem operativen Geschäft rausziehen, aber dafür wieder als Golf Pro tätig sein.“
von Manuela Drossard-Peter
Thomas Conrad über Detlef Hennings:
„Mit Detlef Hennings verbindet mich nicht nur eine langjährige Zusammenarbeit, sondern auch die gemeinsame Überzeugung, dass Golf mehr ist als ein Sport – es ist ein Erlebnis, das Qualität, Nachhaltigkeit und exzellenten Service verdient. Als Geschäftsführer des Golfclubs Schwanhof hat Herr Hennings über zwei Jahrzehnte hinweg Maßstäbe gesetzt. Sein Führungsstil vereint strategisches Denken mit einem tiefen Verantwortungsbewusstsein für Umwelt und Spielerzufriedenheit. Er ist ein Visionär, der den Golfsport in Deutschland nicht nur mitgestaltet, sondern geprägt hat – durch innovative Konzepte, konsequente Qualitätsarbeit und ein feines Gespür für die Bedürfnisse unserer Mitglieder. Der Schwanhof trägt seine Handschrift – und dafür bin ich ihm zutiefst dankbar.“
Im Jahr 1995 während eines Besuchs in Bad Abbach, erzählt Hennings, habe ihn der Geschäftsführer der Anlage gebeten, nach Niederbayern zu wechseln und sein neuer Golfclubmanager zu werden. Hennings sagte ja und eröffnete in Bad Abbach mit der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis den neuen Golfplatz. „Es mussten kompetente Golflehrer her“, sagt Detlef Hennings. „Deshalb holte ich von Griesbach John O‘Flynn und gründete eine Golfschule.“ Für die 350 Mitglieder standen sieben Golfpros zur Verfügung, die alle ausgebucht waren, erinnert sich der Jubilar. Die Golfer kamen von Hamburg und überall her für eine Golfstunde. Seine Idee war ein Magnet für Bad Abbach.
Gastgeber der Challenge Tour
Einen Traum erfüllte der Geschäftsführer sich 1998: Er akquirierte die Challenge Tour, die erstmals auf der Anlage in Bad Abbach gastierte – ein Meilenstein für den Club und die Region. Zu dem Turnier mit dem Namen „Audi Quattro Cup“ kamen Pros, die heute bekannte Namen haben. Zeit für neue Träume: „In dieser Zeit war meine Frau hochschwanger und ich wollte etwas ganz anderes machen“, sagt Hennings, „und so kündigte ich in Bad Abbach.“
Neue Heimat bei den Schwänen
Bei einem großen Turnier im Schwanhof traf er auf dem Parkplatz zufällig auf Stefan Jüttner, den damaligen Präsidenten des GC Schwanhof. „Er fragte mich ganz direkt: ‚Wie geht’s dir?‘“, erinnert sich Hennings. „Ich antwortete: ‚Ich habe gerade gekündigt.‘“ Jüttner reagierte prompt und vielsagend: „Bei uns bewegt sich gerade einiges im GC Schwanhof.“ Und tatsächlich: Wenige Tage später klingelte das Telefon. Es war Klaus Conrad, ein engagierter Förderer des Golfsports.
Die beiden verabredeten sich zu einer gemeinsamen Golfrunde – und aus dieser Begegnung entstand mehr als nur ein sportlicher Austausch. 2001 trat Detlef Hennings schließlich die Position des Geschäftsführers beim GC Schwanhof an. Eine neue Heimat war gefunden.
Unter seiner Leitung entwickelte sich der Club zu einem der führenden in Bayern. Hennings setzte seinen Fokus auf Qualität, Mitgliederbindung, sportliche Förderung und nachhaltige Clubentwicklung und wurde seinem Ruf als strategischer Visionär mit einem Gespür für Trends und Entwicklungen im Golfsport gerecht. Hennings Arbeit schlägt sich auch in den Zahlen nieder: „Damals hatten wir 350 Mitglieder und heute sind es 900.“ Das sieht er aber als Verdienst des gesamten Teams: Ian MacNiven ist seit 1992 als Course Manager und Greenkeeper tätig. Sandra Münzl gehört seit 2007 zum Team. Die Gastronomie wird in Eigenregie geführt. Im August werden sie gemeinsam die drei Jubiläen feiern.
Ich blicke mit Freude auf all das Erreichte zurück.“
Fazit:Detlef Hennings beruflicher Werdegang, der mit seiner Neugier als 12-Jähriger begann, ist geprägt von unternehmerischem Mut, sportlicher Leidenschaft und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse von Golfern und Golfanlagen. Seine Stationen zeigen einen kontinuierlichen Aufbau von Expertise, Verantwortung und Einfluss im deutschen Golfsport – von der Shop-Eröffnung mit 18 Jahren bis zur langjährigen Geschäftsführung eines Spitzenclubs.
Und wie sieht die Zukunft aus? „Ich möchte mich aus dem operativen Geschäft rausziehen, aber dafür wieder als Golf Pro tätig sein.“
„ Dieses Spiel kann man nicht gewinnen, nur spielen. So spiele ich immer weiter. Ich spiele für die Momente, die noch kommen auf der Suche nach meinem Feld.“
Dieser Satz aus „Die Legende von Bagger Vance“ ist mein Abschluss für das großartige Gespräch mit Detlef Hennings. Ein Einblick die Philosophie des Golfspiels und des Lebens, das man nicht durch Zwang, sondern durch Akzeptanz und Hingabe meistern kann.von Manuela Drossard-Peter
Thomas Conrad über Detlef Hennings:
„Mit Detlef Hennings verbindet mich nicht nur eine langjährige Zusammenarbeit, sondern auch die gemeinsame Überzeugung, dass Golf mehr ist als ein Sport – es ist ein Erlebnis, das Qualität, Nachhaltigkeit und exzellenten Service verdient. Als Geschäftsführer des Golfclubs Schwanhof hat Herr Hennings über zwei Jahrzehnte hinweg Maßstäbe gesetzt. Sein Führungsstil vereint strategisches Denken mit einem tiefen Verantwortungsbewusstsein für Umwelt und Spielerzufriedenheit. Er ist ein Visionär, der den Golfsport in Deutschland nicht nur mitgestaltet, sondern geprägt hat – durch innovative Konzepte, konsequente Qualitätsarbeit und ein feines Gespür für die Bedürfnisse unserer Mitglieder. Der Schwanhof trägt seine Handschrift – und dafür bin ich ihm zutiefst dankbar.“
© Manuela Drossard-Peter