© Golf Engadin St. Moritz AG

Golfen wie James Bond

Die Schweiz bietet einmalige Golferlebnisse in himmlischer Kulisse- VON HERBERT STEFFE

Die Berge sind ein ganzes Stück höher, die Schluchten tiefer, die Wasserfälle bombastischer, die Seen, Flüsse und Bachläufe klarer, die Städte kleiner und sauberer und die Luft ist irgendwie reiner als in den meisten anderen Gegenden und Ländern Europas. Erkannt? Richtig, die Rede ist von der Schweiz, dem kleinen, aber feinen Paradies für Sportler aller Art: Wanderer, Mountainbiker, Crossläufer, Ski- und Snowboardfahrer und eben auch Golfspieler!

In der Schweiz gibt es circa 100 Golfplätze. Etwa zwei Drittel davon verfügen über 18 oder mehr Löcher. 100 klingt nicht unbedingt viel. Bezogen auf die Einwohnerzahl sind es jedoch in der Relation sogar deutlich mehr als in Deutschland.

Golfspielen ist, wie vieles andere auch in der Schweiz, keine günstige Angelegenheit. Ob sich 100 Euro und mehr für eine 18-Loch Runde in unserem wunderschönen Nachbarland lohnen? Wir wollten es selbst ausprobieren, haben acht verschiedene Plätze „getestet“ und sind zu der Ansicht gekommen: Ja, es lohnt sich. Denn man bekommt Einmaliges zurück: In erster Linie spektakuläre Berglandschaften, in denen viele Plätze liegen. Aber auch Layout, Zustand und Service waren auf allen gespielten Plätzen vom Feinsten.
Die Schweiz ist kein sonderlich großes Land, dennoch beschränken wir uns bei unserer ersten Golfreise dorthin schwerpunktmäßig auf nur einen Kanton: Graubünden. Einer der Gründe: Graubünden ist aus Deutschland oder Österreich schnell zu erreichen. Außerdem findet man dort, auf relativ engem Raum, viele hochwertige Golfplätze der unterschiedlichsten Art. Des Weiteren hat der mit circa 7.000 Quadratkilometern größte der 26 Kantone der Schweiz so viele andere Besonderheiten zu bieten, dass sich ein Besuch auch ohne Golf allemal lohnt. Das einmalige Bergpanorama zum Beispiel. Aber auch kulinarische und architektonische Highlights, an denen sich die historische Entwicklung vom ländlich geprägten Tal zur internationalen Tourismusdestination mit dem Nobelort St. Moritz wunderbar nachvollziehen lässt.

Das Wappentier Graubündens, den Steinbock, bekommt man in natura eher selten zu Gesicht. Dafür kann man nahezu überall die Dreisprachigkeit des Kantons erleben: Deutsch beziehungsweise Bündnerdeutsch, Rätoromanisch und Italienisch ist in den rund 150 Tälern des Kantons zu hören. In den Golfclubs wird natürlich auch Englisch gesprochen. Hier eine kurze Beschreibung der Plätze in der Reihenfolge, wie sie gespielt wurden:
Schweiz Golf
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Schweiz Golf
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ENGADINE GOLF CLUB
Zuoz-Madulain
gespielt am 01.09.2025

An unserem Spieltag ist es ziemlich verregnet und unangenehm kalt. Wahrscheinlich sind wir deshalb fast alleine auf dem Platz, der aber dennoch vom ersten Abschlag an das „gewisse Etwas“ ausstrahlt. Zuoz wurde 2003 eröffnet, gehört zum Engadine Golfclub und ist somit „die jüngere Schwester“ des ältesten 18-Loch-Golfplatzes der Schweiz, der nur wenige Kilometer entfernten Golfanlage Samedan. Von ähnlicher Qualität und dennoch ganz anders. Schon an Loch 1 wird klar, dass man sich hier im Hochgebirge befindet. Der Drive geht viele Meter tief ins Tal auf ein breites Fairway. Gut getroffen, sollte ein kleines Eisen genügen für den zweiten Schlag aufs Grün. Große Höhenunterschiede sind eines der Kennzeichen des Platzes. An Loch 4 etwa, einem großartigen Par 3 über ein gewaltiges Flussbett, schaut man tief ins Tal auf das kleine Grün, das mit einem mittleren Eisen gut erreichbar ist. So richtig spektakulär wird es dann nochmal auf den Schlusslöchern, auf denen auch gut durchtrainierte Golfer froh sind, wenn sie sich ein Cart gegönnt haben.
Generell ist der Platz sehr gepflegt. Die Grüns sind eine Klasse für sich, teils riesig, mit extremen Ondulationen. Spurtreu und dafür, dass es zuletzt wohl enorm geregnet hat, auch sehr schnell. Stein-Geröll-Wüsten prägen das Bild des kurzen, aber sehr abwechslungsreichen Platzes, bei dem an einigen Löchern die naheliegende Straße und vor allem große Strommasten das optische Bild doch etwas stören. Greenfee ab 90 CHF (ca. 100 Euro)

www.engadin-golf.ch

Interessant für Gäste dürfte das Golf Unlimited Angebot sein, mit dem man ab zwei Übernachtungen in einem teilnehmenden Engadiner Golfhotel – zum Beispiel dem nahe gelegenen Drei-Sterne- Hotel Saluver in Celerina – unlimitierte Greenfees auf beiden Plätzen des Engadine Golf Clubs genießen kann.
Schweiz Golf
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Schweiz Golf
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ENGADINE GOLF CLUB
Samedan
gespielt am 03.09.2025

Ob es der schönste Golfplatz der Schweiz ist, sei dahingestellt. Der 1893 gegründete Platz ist aber in jedem Fall die älteste 18-Lochanlage des Landes und eine der ältesten in Kontinentaleuropa.
Samedan lebt aber nicht nur von seiner Geschichte, sondern in erster Linie von seiner Lage unweit des Nobelortes St. Moritz. Der gepflegte Platz selbst ist „bretteben“, aber umgeben von einer einzigartigen Bergkulisse, wie es sie wohl nur in der Schweiz gibt. Vor allem auf den vorderen neun Löchern sticht der knapp 3.000 Meter hohe, stets schneebedeckte Piz Mezdi (Mittagsspitze) ins Auge. Schaut man ein bisschen weiter, kann man die zum Teil über 4.000 Meter hohen Gletscher der Berninagruppe erkennen.
Deshalb heißt es auch, dass Samedan wahrscheinlich der beste Platz sei, um schlechtes Golf zu spielen. Es genüge nämlich ein Blick in das atemberaubende Panorama und jeder misslungene Schlag sei sofort vergessen!
Aber auch die 18 Löcher selbst haben es durchaus in sich. Keine Bahn ist wie die andere. Kleine Wasserläufe, Teiche und gut platzierte Bunker fordern strategisches Spiel, wobei es immer fair zugeht: Gute Schläge werden belohnt, schlechte bestraft. Thermische Maloja-Winde von oft fünf bis sechs Beaufort machen den Platz an vielen Sommertagen zu einer echten Herausforderung und einem spannenden Erlebnis – was übrigens auch der Ex-James- Bond-Darsteller und passionierte Golfer Sean Connery regelmäßig feststellen durfte, war er doch ein häufig gesehener Gast auf der wunderbaren Anlage. Ab 90 CHF

www.engadin-golf.ch
Schweiz Golf
© Kulm Golf
Schweiz Golf
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KULM GOLF
St. Moritz
gespielt am 04.09.2025

Grund und Boden dort sind wahrscheinlich unbezahlbar. Und dennoch gibt es auch direkt in St. Moritz einen Golfplatz: den Kulm Golf nämlich. Die heutige, öffentliche 9-Lochanlage hat mit dem 1891 bereits gegründeten „Original“ allerdings kaum mehr etwas gemein. Einzig der Name verdeutlicht, dass die Anlage und das gleichnamige Hotel zusammengehören. So ist die Nutzung des Golfplatzes für Hotelgäste im legendären Kulm im Zimmerpreis inkludiert (1 Nacht ab ca. 800 Euro). Nicht nur die zentrale Lage mitten in St. Moritz macht das Spielen auf dem Par 3-Platz zu einem einmaligen Erlebnis. Es sind vor allem die zum Teil enormen Höhenunterschiede zwischen Abschlag und Grün – und die dazu gehörenden Ausblicke –, die beeindrucken.
Interessanterweise spielen sich nur die Löcher 1 und 9 bergauf. Ansonsten geht es nur bergab. Gute Golfspieler werden meist ein Pitching Wedge oder ein Eisen 9 für die Abschläge von Matten benötigen. Dazu Sandwedge, Putter und ein mittleres Eisen, sie sollten für die spaßige Runde genügen. Für die neun Löcher braucht man kaum mehr als eine Stunde. Und, man bekommt dabei neben einem wunderbaren Ausblick auf den St. Moritzersee eine gute Übung für kurzes Spiel beziehungsweise Annäherungen auf kleine, aber erstaunlich gute Grüns. Greenfee für 9 Löcher: 50 CHF

www.stmoritz-golfclub.ch
Schweiz Golf
© Gaudenz Danuser
Schweiz Golf
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Golf Club
ALVANEU BAD
gespielt am 06.09.2025

Der Club wirbt damit, ein echter Geheimtipp und einer der schönsten Gebirgsplätze des Landes zu sein. Und er hat wohl Recht. Wir müssen unsere für 14 Uhr geplante Startzeit wegen starken Regens um zwei Stunden verschieben und haben Glück, dass wir ab 16 Uhr sogar Sonne und blauen Himmel geboten bekommen. Was die herrliche Aussicht im sehr engen Tal am Anfang beziehungsweise Ende des Albulapasses umso schöner macht. Es sind nicht nur die gewaltigen Berge links und rechts der Fairways, die faszinieren. Malerische Gebirgsdörfer und eine gewaltige Landwasserviadukt-Brücke der Rhätischen Eisenbahn, auf die man auf den Back Nine mehrmals zuspielt, lenken den Blick fast ab von den herausfordernden 18 Bahnen.
Aber nur fast, denn viele Löcher des 2002 zur 18-Lochanlage ausgebauten Platzes sind echte Schmuckstücke. Das Par 5-Loch Nummer 3 zum Beispiel, dessen Abschlag man erst nach steilem Anstieg zum Grün der 2 erreicht. Der dann aber mit einem sich öffnenden Fairway und einem berauschenden Blick weit über das Grün hinaus mehr als entschädigt. Das folgende Par 4-Loch, mit Wasser vor dem Grün, ist ebenso herausragend wie die Par 3- Löcher 7, 9 und 17.

Der Platz präsentiert sich nach heftigem Dauerregen in überraschend gutem Zustand. Lediglich einige Fairways weisen zum Teil größere Schäden auf, die aber gerade neu angesät wurden. Greenfee ab 100 CHF

www.golf-alvaneu.ch
Schweiz Golf
© golfencotedopale
Schweiz Golf
© golfencotedopale
Golfclub
LENZERHEIDE
gespielt am 07.09.2025

Lenzerheide ist einer der bekanntesten Kurorte der Schweiz und vielen in erster Linie als Wintersportort bekannt. Aber es gibt dort auch einen 18-Lochplatz, und das jetzt schon seit 75 Jahren. Auf 1.400 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, liegt der relativ flache Platz inmitten eines beeindruckenden Bergpanoramas um das überwältigende Lenzer Horn. Natürliche kleine See- und Bachläufe lassen einen glauben, man befinde sich in einem Naturschutzgebiet. Allerdings kann das Layout des in erster Linie von Mitgliedern genutzten Golfplatzes, auf dem Gäste jederzeit gerne gesehen sind, nicht ganz mit der großartigen Umgebung mithalten.
Neben wunderschönen Löchern findet man auch einige extrem enge und kaum einsehbare Bahnen. Dementsprechend sind „Fore-Rufe“ fast schon an der Tagesordnung. Es kann auch durchaus vorkommen, dass das ein oder andere Mal Bälle nur knapp neben einem selbst einschlagen.

Der Platz ist mit 5.200 Metern und sieben Par 3-Löchern sehr kurz, dennoch alles andere als leicht zu spielen. Vielleicht wäre es besser gewesen, auf dem bestehenden Gelände einen 9- oder 13-Lochplatz zu kreieren. Dann hätte das Layout sicher besser mit der einzigartigen Landschaft mithalten können. Greenfee 70 bis 160 CHF

www.golflenzerheide.ch
Schweiz Golf
© Prätschli
Prätschli

Schon allein die Lage hoch über Arosa, „wo die Straße zu Ende ist“, macht das Hotel Prätschli zu etwas ganz Besonderem! Egal ob im Einzelzimmer mit einer Größe von 16 m² oder in einer Suite bis 50 m², dort muss man sich einfach wohl fühlen. Blicke aus dem Fenster oder vom Balkon aus, hinab auf den Arosasee oder nach oben in die einmalige Bergwelt lassen den Stress des Alltags schnell vergessen.
Das Hotel ist nicht nur der ideale Ausgangspunkt für eine Runde Golf auf einem der höchstgelegenen 18-Lochplätze Europas, sondern auch für Spaziergänge, Wanderungen und Mountainbiketouren in allen Variationen. Ein großzügiger Wellnessbereich bietet zusätzliche Entspannungsmöglichkeiten. Für kulinarische Stärkung wird in vier Restaurants gesorgt. Die Weinkarte ist außergewöhnlich.

www.praetschli.ch
Schweiz Golf
© Rolf Canal
Saluver

Das Hotel-Restaurant Saluver liegt am Ortseingang von Celerina, einem „Vorort“ von St. Moritz, der gerne als das sonnigste Dorf im Herzen des Oberengadins bezeichnet wird. 1986 im Saisonbetrieb eröffnet, ist es heute an 365 Tagen im Jahr geöffnet.
Seine 22 individuell ausgestatteten Zimmer werden von Mai bis Oktober gerne von Golfern genutzt. Zum einen, weil die nahen 18-Lochplätze Samedan und Zuoz vom Hotel aus schnell zu erreichen sind. Zum anderen wegen der angebotenen Golf-Pauschalen. Ab drei Übernachtungen ist das Greenfee für beide Plätze im Zimmerpreis inkludiert. Ein weiterer Leckerbissen des Hotels: Die einheimische und internationale Küche, die man in verschiedenen, stilvoll eingerichteten Räumlichkeiten genießen kann.

www.saluver.ch
Schweiz Golf
© Hotel Schloss Ragaz
Schloss Ragaz

Seit 2025 hat man die Qual der Wahl im Naturpark Hotel Schloss Ragaz: Übernachtet man in einem der modernisierten Zimmer des 1890 gebauten Schlosses mit dem Charme von damals? Oder lieber in einem der lichtdurchfluteten Gartenpavillons? Oder doch in einer der individuell gestalteten Glamping Lodges mit eigener Terrasse und teilweise privatem Whirlpool?

Egal wofür man sich entscheidet, der Zugang zur neu gestalteten Relax.Oase mit Outdoor-Spa ist bei allen gewählten Übernachtungsmöglichkeiten inbegriffen.
Gleiches gilt für das sowohl heimische als auch asiatisch-indische Küche anbietende Restaurant Chutnee.

Der erstklassige 18-Lochplatz Bad Ragaz ist zu Fuß ebenso leicht zu erreichen wie der 9-Lochplatz Heidiland. Hotelgäste erhalten Greenfee-Ermäßigungen.

www.hotelschlossragaz.ch
Schweiz Golf
© Herbert Steffe
Schweiz Golf
© Herbert Steffe
Golf Club
AROSA
gespielt am 08.09.2025

Schon die Anfahrt von der ältesten Stadt der Schweiz, Chur, ist ein echtes Abenteuer. Vor allem die ersten Kilometer verlangen äußerste Konzentration, aber es lohnt sich.

Konzentration ist auch auf dem Par 65-Platz (sechs Par 3-Löcher) gefragt, der – im Gegensatz zu Lenzerheide – extrem offen, teilweise aber auch extrem hügelig ist. Obwohl räumlich geteilt in Front und Back Nine, hat man den Eindruck, von jeder Bahn aus nahezu den gesamten Platz überblicken zu können.

Die drei Startlöcher spiegeln den weiteren, unterschiedlichen Verlauf des Platzes wider: Loch 1 mit einem erhöhten Abschlag ins „Tal“ in ein sehr breites Fairway. Gefolgt von Loch 2, einem kurzen Par 3 mit Abschlag über eine Schlucht auf ein kleines, deutlich tiefer gelegenes Grün. Und schließlich Bahn 3, einem nur knapp 300 Meter kurzen Par 4 mit extrem engem Fairway, bei dem man es sich zweimal überlegen sollte, den Driver in die Hand zu nehmen.
Für den Anstieg zum Grün der Bahn 4 benötigt man entweder ein Cart oder beste Kondition (oder beides!), wird dann aber mehr als entschädigt am Abschlag von Loch 5. Mit einer Höhe von knapp 1.900 Metern über dem Meeresspiegel ist es nicht nur der höchste Abschlag Europas auf einem 18-Loch-Platz, sondern sicher auch eines der schönsten Par 3-Löcher auf dem Kontinent.

Insgesamt ein Platz, der unheimlich Spaß macht, auch wenn einem ob der Höhe schnell die Puste ausgehen kann. Zur Erholung bietet sich ein Glas Wein auf dem Balkon des inzwischen auch im Sommer geöffneten Hotel Prätschli an. Mit grandiosem Blick nach oben in die einmalige Bergkulisse und nach unten auf den kleinen, beeindruckenden Unteren Prätschsee. Greenfee: ab 90 CHF

www.golfarosa.ch
Schweiz Golf
© Herbert Steffe
Schweiz Golf
© Herbert Steffe
Golf Club
DOMAT/EMS
gespielt am 09.09.2025

Die Anfahrt führt an einem großen Chemiewerk vorbei und ist alles andere als schön. Auf der 27-Lochanlage angekommen, ist das Werk aber schnell vergessen – man sieht es lediglich noch einmal an Loch 9 des gelben Platzes. Man wird von einem wunderbaren, flachen Platz überrascht, der nicht nur vom Layout her zu den besten der Gegend gezählt werden darf.

Die Runde beginnt mit einer großen Übungsanlage, wie man sie in Europa nur selten vorfindet. Die 27 Löcher (gelb/rot ist der Meisterschaftsplatz, blau kann als etwas kürzere und dennoch nahezu gleichwertige 9-Lochschleife angesehen werden) verlaufen in einer schweizweit einzigartigen Tomalandschaft (Moränenhügel). Glasklare Wasserläufe und Teiche setzen an sehr vielen der abwechslungsreichen Bahnen eine taktische Spielweise voraus.
Höhepunkte sind das Inselgrün 17 (rote Schleife Bahn 8) und der Inselabschlag an Bahn 2 der blauen Schleife.

Die Grüns sind riesig und stark onduliert. Sie lassen dementsprechend verschiedenste Fahnenpositionen von einfach bis nahezu unanspielbar zu. Leider hatten diese zum Zeitpunkt unseres Besuchs mit teilweise starkem Pilzbefall zu kämpfen. Ansonsten, so klärt man uns auf, würde es sich um „die besten Grüns der Schweiz“ handeln. Greenfee für 18 Löcher ab 110 CHF

www.golfdomatems.ch
Schweiz Golf
© Herbert Steffe
Schweiz Golf
© GC Bad Ragaz
Golf Club
BAD RAGAZ
gespielt am 11.09.2025

Zum Abschluss unserer Golfreise durch einen Teil der Schweiz verlassen wir den Kanton Graubünden und bewegen uns nur wenige Kilometer auf die andere Rheinseite nach St. Gallen. Dort befindet sich der weit über die Schweiz hinaus bekannte Leading Golf Course Bad Ragaz, der schon mehrfach zum besten Platz des Landes gekürt wurde und der zudem seit 1997 jährlicher Austragungsort der Legends Tour ist. Das Besondere an diesem Turnier der Swiss Seniors Open: An den ersten beiden der drei Turniertage wird im ProAm-Format gespielt. Somit bekommen Golfspieler „wie Du und ich“ die Möglichkeit, sich ihren Traum vom Spiel auf einem offiziellen Tour- Event zu erfüllen.

„Streben nach Perfektion“ lautet das Motto des 1905 gegründeten Golfclubs. Nun ist Perfektion bekanntlich nie wirklich erreichbar, aber diese 18-Loch-Anlage kommt da schon sehr nahe heran. Die Abschläge, die Fairways und auch die oft gut verteidigten Grüns sind derart gepflegt, dass man sie kaum betreten, geschweige denn „verletzen“ möchte.

Optischer Höhepunkt des flachen Platzes ist ein kleiner, künstlicher Wasserfall hinter dem Grün des kurzen Par 3-Lochs Nummer 11. Der gesamte Platz ist eine Augenweide. Er ist, wenn man so will, eine Erweiterung des geschmackvoll angelegten Kurparks, nur eben mit 18 Golfbahnen. Wer die dazugehörenden, großartigen Greens genießen möchte, wird sich allerdings eine kleine Weile gedulden müssen. Im Rahmen eines großen Umbauprojekts werden diese nämlich seit September 2025 runderneuert und sind voraussichtlich erst ab August 26 wieder bespielbar.
Hoch gepriesen wird auch das Clubhaus mit dem mehrfach als bestes Golfrestaurant der Schweiz ausgezeichneten „gladys“. Nur ein paar Schritte entfernt kann man mitten im Ort aber auch die extraordinäre Küche des Feinschmeckerlokals „Rössli“ genießen.

Ebenfalls empfehlenswert ist das indische Lokal des Hotels Schloss Ragaz, das sich „Chutnee“ nennt. Dort kann man sich nach einer Runde Golf – der Platz ist nur wenige Meter vom Hotel entfernt – mit köstlichen Spezialitäten der indischen oder einheimischen Küche verwöhnen lassen. Greenfee ab 160 CHF (am Wochenende nur in Begleitung eines Mitglieds oder für Hotelgäste)

www.golfclubragaz.ch

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